Dienstag, 12. April 2016

Himmel zu vererben

von Christa Rau

Erzähltes

Ein Jahr lang als Christen leben, das ist die Bedingung für ein großes Vermögen, das Familie Grün erben soll.
Die Drei können sich zuerst nichts darunter vorstellen und fragen einen Pfarrer, was man so machen muss, wenn man Christ ist:
„… und wenn Besuch kommt, könnten Sie auch zusammen mit den Gästen ein Gebet sprechen!“ „Du liebe Zeit, das ist ja völlig unmöglich.[..]“ Alexa war entsetzt. (Seite 46)
Egal, was irgendwelche Christen ihren Autos antun, ich werde keinen Aufkleber auf mein Auto kleben!“ Aufgebracht funkelte er den Pfarrer an.(Seite 48)
Aber das Geld lockt, besonders der 16-jährige Simon hat jede Menge Wünsche, die er sich erfüllen möchte und so willigen seine Eltern ein. Der Anwalt weiß selbst nicht, woher das Vermögen stammt und deshalb begeben sie sich auf die Suche, während das Leben als Christen eingeübt wird.
Die nächsten zwölf Monate bringen für Familie Grün Neues, Beunruhigendes und Schönes, überwundene Vorurteile und Einblicke in das Leben der evangelischen Kirchengemeinde von Pfarrer Wacker.
Hier wird von der weiteren Handlung nicht mehr verraten, damit es bis zur letzten Seite spannend bleibt. Das fällt mir ehrlich gesagt ziemlich schwer, muss aber! Mir hätte der Roman nicht so viel Freude gemacht, wenn ich auf dies oder jenes schon vorbereitet gewesen wäre.
 
Was für eine originelle Grundidee und so herrlich umgesetzt! Mit Humor und liebens- würdigen Figuren, Spannung, unerwarteten Ereignissen und Wendungen, ein wenig Action, Romantischem, einer Ehe-Story aus der obersten Liga, grundlegenden Aussagen zum Glauben und christlichen Leben, einer Pfarrgemeinde zum Neidischwerden und einer Handlung, die nie unrealistisch wird. Und das als Erstlings-Werk. Alle Achtung, Chapeau!
Man kann Himmel zu vererben uneingeschränkt empfehlen, es ist für Christen aller Konfessionen ein Genuss und Nicht-Christen bekommen ihre Fragen beantwortet, was Christen denn so denken und tun. 
 
Der Blog Büchern ändern Leben führte ein Interview mit der Autorin (Link)  Dort erzählt sie, zuerst habe es nur Absagen von Verlagen gegeben und so wurde das Buch 2014 im Eigenverlag mit 300 Exemplaren gedruckt. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen bot sie es noch einmal einem Verlag an und diesmal wurde es genommen. (Mir unbegreiflich, wie man das Buch ablehnen kann.)
 
Christa Rau, 1963 in Hohenlohe geboren, ist Mutter von fünf Kindern, Pfarrfrau, Autorin und Theologin. (Zitat von der Rückseite des Buchs)
 
379 Seiten, 2016, Brunnen Verlag

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