Dienstag, 8. März 2016

Das Cafè zwischen Himmel und Erde

von Max Lucado

Erzähltes

Eine Happyend-Geschichte, die traurig beginnt. Chelsea trennt sich aus guten Gründen von ihrem Ehemann und geht mit den Kindern (6 und 12) nach San Antonio, Texas. Sie zieht ins leerstehende Elternhaus und eröffnet das Café ihrer Mutter wieder. Die Gäste bleiben aus. Dann wird Chelseas persönlicher Schutzengel aktiviert, um ihr in menschlicher Gestalt beizustehen. Außerdem installiert ein ungewöhnliches Team einen Internet-Anschluss, für einen Monat kostenlos zur Probe. Mit dem Computer lässt sich damit im Café nur eine einzige Webseite aufrufen, der Gott-Blog. Jeder Kunde darf eine Frage hinein schreiben und Gott antwortet umgehend.
 
Schlagartig ist das Café stadtbekannt. Fragende und Neugierige stehen Schlange, sogar der Kaffee und der Kuchen werden berühmt. Chelsea hat nach wenigen Wochen keine finanziellen Sorgen mehr.
Aber bis zum glücklichen Ende gibt es noch eine ganze Reihe Verwicklungen, traurige Episoden, aber auch lustige, und märchenhafte Umstände …

Neben Chelsea, den Kindern und ihrem Schutzengel spielen noch ihre Schwester, deren Mann (Pastor einer freikirchlichen Gemeinde) und die Kaffee-Meisterin Katharina wichtige Rollen. Dazu kommen Stammkunden, Freunde und im Laufe der Handlung weitere Familienmitglieder.
Die katholischen Ordensfrauen vom benachbarten Krankenhaus werden sehr positiv dargestellt und in der dortigen Kapelle macht Chelsea eine lebensentscheidende Erfahrung. Eine sehr anrührende Szene.

Ein Buch für Gläubige, und sei's auch nur Engel-Gläubige. Allerdings kommt die andere Seite ebenfalls vor, die mit den Keksen. Das gefällt nicht jedem Leser. Ausgenommen bei Star Wars.

Eigentlich lese ich selten solche gefühlvollen Geschichten, das kann man ja im Blog erkennen, aber Das Café zwischen Himmel und Erde habe ich beinahe in einem Rutsch durchgeschmökert. Man will unbedingt wissen, wie es weiter geht; 'page-turner' nennt die englischsprachige Welt so etwas.

In der Erzählung werden elementare Glaubensinhalte thematisiert und an den Figuren, deren Charakteren, Problemen und Lösungsversuchen verdeutlicht. Daher ist Das Café zwischen Himmel und Erde ein romantisches, wunder-volles Buch für die Katechese.
 
Am Schluss stehen zwölf Fragen zum Nachdenken, als Anregungen, um den eigenen Glauben und sein Leben näher zu betrachten und miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
(Zitat Seite 4) Über den Autor: Max Lucado wurde 1955 in Texas geboren. Er war Gemeindeleiter in Miami, ging dann als Missionar nach Brasilien und arbeitete anschließend als Pastor in San Antonio (USA). In etwa 20 Jahren hat er über 50 Bücher veröffentlicht, die mittlerweile eine Gesamtauflage von 33 Millionen erreicht haben.
 
Im Blog wurde von ihm schon vorgestellt Du bist einmalig für Leser ab 5 Jahren.
 
279 Seiten, 2016, aus dem Amerikanischen (Miracle At The Higher Grounds Café) übersetzt von Steffi Baltes, Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH, Marburg.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen