Freitag, 30. Oktober 2015

Lass mich bekennen deine Mandelblüte

von Claudia Sperlich

Gedichte

Mehr als hundert Gedichte über Gott, Kirche und Glauben, wenige Zeilen bis zwei Seiten lang.

Die Themen sind weit gestreut: Kirchenjahr, Heilige, Sakramente, Biblisches, daneben Jesus im Jobcenter, Gnade und Freiheit, Bereitschaft, Dornen, Gaben und Wiederkunft.

Lautes Lachen über die Schöpfung, das ist gleich am Anfang der zweite Text, mit wirklich guter Pointe, also man könnte allerdings drüber diskutieren, inhaltlich ... ähm. Daneben Ernstes, Informatives, aus einem tiefen Glauben heraus verstanden und dargestellt, viele Lobgesänge auf Gottes Liebe, andere sind Bittgebete. Welt, Leben, Alltag im Blick des Christen und das Christliche im Urteil der Welt. Einige Gedichte auf die Melodien von Kirchenliedern, da ertappt man sich beim lauten Mitsingen. (Dieses Buch habe ich mal nicht im Bus gelesen sondern zu Hause.) Biographisches wie Silvester 2014, Mein Fasten und Gedanken zu den Nachrichten. Der Engel am Grab des Auferstandenen kommt zu Wort und auch der Bruder des Verlorenen Sohns. Dezemberwunsch ist verspielt, Veni Creator Spiritus hat starke, unvergessliche Bilder, aber mein Favorit ist derzeit trotzdem noch Schlechter Tag (daraus: Gemeinde ist ein stures dummes Vieh, ich bin ein Teil von ihr, bin Glied der Kette).

In der geistlichen Fülle von Lass mich bekennen deine Mandelblüte gibt es jede Menge zu entdecken. Ein absolut herrlicher Band!

Der Titel stammt aus dem Gedicht Mandelzweig und Eisensäule, das schließt mit Gib, dass ich mutig singe Deine frohen Verheißungen, und dass mein Lied gelingt.
Ja, ist gelungen!


Die Berliner Autorin, Übersetzerin und Rezitatorin Claudia Sperlich bloggt unter Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin

Eine hervorragende, ausführlichere Rezension steht auf totaliter aliter.

120 Seiten, 2015, mit Illustrationen der Berliner Künstlerin Doris, Kollmann.
Verlag: tredition GmbH, Hamburg

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