Donnerstag, 14. August 2014

Es muss was Anderes geben

von Astrid Eichler

Lebensperspektiven für Singles


Die evangelische Pfarrerin Astrid Eichler hat sich bewusst entschieden, für ihren Dienst ehelos zu bleiben. Anhand ihrer persönlichen Geschichte zeigt sie einfühlsam, dass das Single-Dasein nicht die freudlose Alternative zur Ehe darstellt, sondern ein sehr kostbares Geschenk von Gott sein kann. (Zitat Buchrückseite) Mit den Jahren kamen die Fragen, ob das automatisch bedeuten muss, eine Küche und ein Wohnzimmer für sich allein zu haben, also auf jegliche Art von privater Gemeinschaft zu verzichten, die über den sonntäglichen Gottesdienst, die wöchentliche Bibelrunde, Treffen mit Angehörigen und Freunden hinausgeht.

Sie entwickelte ihre Grundüberzeugungen:
Jesus Christus lebte in Gemeinschaft – Der Heilige Geist stiftet Gemeinschaft, wo er wirkt – Gott als der Dreieinige ist in seinem Wesen ursprünglich Gemeinschaft – In unserer Weltsituation [..] ist es eine dringende Notwendigkeit im gemeinsamen Leben miteinander zu teilen. (Seite 80)

Welche Formen könnte solch ein alternatives „Familienleben“ haben? Astrid Eichler schaute sich evangelische und ökumenische Gruppen an, die ihre Ideen vom Zusammen- leben schon umgesetzt haben: die Communität Casteller Ring (CCR), die Familien- kommunität Offensive Junger Christen (OJC) und schließlich auch die Gemeinschaft Chemin Neuf, in der sie sogar eine Zeit lang mitlebte, eine ökumenische Gruppe mit Ehepaaren, Singles und zur Ehelosigkeit Berufenen.

Es muss was Anderes geben wurde 2006 veröffentlicht, vier Jahre später erschien der Folgeband Es gibt was Anderes!, in dem von den ersten Wohngemeinschaften erzählt wird, die sich gebildet haben. Ehepaare, Familien und Singles, die ihr Leben miteinander teilen, sie wohnen entweder miteinander verbunden in einem Stadtviertel, in Mehr- und Einfamilienhäusern oder einer Wohnung zusammen. (Näheres siehe weiter unten)

Die Internetadresse der Initiative Es muss was Anderes geben: www.emwag.net

Astrid Eichler, Jahrgang 1958, studierte nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester von 1982 bis 1988 Theologie in Berlin (Ost). Von 1988 bis 2004 war sie Pfarrerin in kleinen Landgemeinden in der Prignitz. Seit Januar 2005 ist sie in der Gefängnisseelsorge in einer Justizvollzugsanstalt in Berlin tätig. (Zitat von der Buchrückseite)

95 Seiten, 2006, SCM R.Brockhaus


Seit Januar 2014 gibt es eine neue Auflage von Es muss was Anderes geben mit zwei weiteren Kapiteln, die vermutlich eine Kurzfassung von Es gibt was Anderes! (s.u.) enthalten. (Diese Neuauflage kenne ich nicht.)

***

Es gibt was Anderes!

von Astrid Eichler und Thomas und Irene Widmer-Huber

Gemeinschaftliches Leben für Singles und Familien


Dieser Folgeband beschreibt, wie es in den vier Jahren nach der Veröffentlichung des ersten Buchs und der „Gründung“ von emwAg weiterging: Mitstreiter, Interessierte wurden gefunden, erste Wohn- und Lebensgruppen gegründet. Im Buch stehen auch wichtige Hinweise, auf was man achten sollte und welche Schwierigkeiten es geben könnte, wenn Leute zusammenziehen.

189 Seiten, 2010, SCM R.Brockhaus

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen