Sonntag, 13. Juli 2014

Die Reise

A Day with a Perfect Stranger

von David Gregory

Erzähltes – Glaubenswissen


Mattie trifft im Flugzeug Jesus, der sich ihr als Jay vorstellt. Sie ist auf Geschäftsreise und hat ein paar Tage frei von ihrem Mann, der seit einigen Wochen erzählt, Jesus hätte ihm zum Abendessen beim Italiener eingeladen, mit ihm gesprochen und daher sei er jetzt fromm. (Steht alles im ersten Band: Die Einladung. Dinner with a Perfect Stranger.) Die Ehe war vorher schon nicht leicht, trotz der zweijährigen Tochter, und jetzt noch die Sache mit Gott! Mattie fühlt sich mittlerweile überhaupt nicht mehr in der Lage, länger mit ihrem Mann zusammen zu leben. Mit ihrem Sitznachbarn Jay kommt sie schnell auf das Thema Beziehungen und dann geht es um Religionen, schließlich um Christliches und Gott. Mattie kann das schon lange nicht mehr glauben, deswegen auch die angespannte Lage in ihrer Ehe, denn Ehemann Nick will sie natürlich überzeugen und sie soll mit- gehen in seine Kirchengemeinde.

Diese Fortsetzung von Die Einladung ist ebenfalls sehr gelungen, humorvoll, spannend, dazwischen auch etwas traurig, Figuren und Szenen sind wie im richtigen Leben. Die wichtigsten Glaubensthemen werden (von Jesus) leicht verständlich erklärt. Mattie ist zwar enorm kritisch („Religiöse Menschen sind so verbiestert und verklemmt.“ Er fuhr fort. „Die Leute verbringen ihre Zeit damit, irgendwas anzustellen, um irgendeine Gottheit zu besänftigen. Das ist so viel verlorene Zeit.“ - Zitat S. 27). Aber am Ende sieht sie doch ein, dass es Gott gibt und sie mit Jesus unterwegs war.

David Gregory hatte eine Karriere in der Wirtschaft, danach studierte er Religion und Kommunikationswissenschaften, wurde Schriftsteller und schreibt Best- seller. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Oregon.
 
93 Seiten, 2006, aus dem Amerikanischen (A Day with a Perfect Stranger) übersetzt von Dr. Friedemann Lux

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