Donnerstag, 1. August 2013

Bruder Feuer von Luise Rinser

Erzähltes – Heilige


Was wäre, wenn Franz von Assisi heute leben würde?

Luise Rinser spielt das in dieser Erzählung durch. Natürlich würden die Medien aufmerksam werden, darum wird ein Reporter von Rom aus in den kleinen Ort geschickt, wo dem Sohn aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie der Prozess gemacht werden soll. Er trifft viele Leute, die Franz kennen oder die ihre Angehörigen an ihn verloren haben. Schließlich spricht er mit zwei Männern aus seiner Kommunität und mit Frau Bernardone, der Mutter des merkwürdigen Heiligen.

Der Journalist bekommt jede Menge Positives und Negatives über Franz zu hören, je nach Einstellung seiner Gesprächs-partner. Zu einem Prozess kommt es schließlich doch nicht.
 
Am Ende des Buchs stehen fiktive Briefe von Franz, in denen er selbst zu Wort kommt, denn der Reporter trifft ihn nicht persönlich.

Die Geschichte ist sehr interessant und spannend, sie macht neugierig auf Dokumenta-risches und Ausführlicheres über Franz von Assisi. Die Handlung ist ähnlich aufgebaut wie Der Schatten des Galiläers von Theißen, das allerdings später geschrieben wurde.

127 Seiten, 1978



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