Donnerstag, 11. Juli 2013

Für Mütter von Holly Pierolt

Mit Gott den Alltag meistern

Familie – Christlicher Alltag
 

Die Autorin ist verheiratet, hat fünf Kinder zwischen 4 Monaten und 10 Jahren und unterrichtet sie zu Hause - Homeschooling ist in Kanada erlaubt. Sie berichtet davon, wie sie das Leben ihrer Familie organisiert hat, um Chaos und Ausgelaugtheit zu vermeiden. Die Grundlage ist ein Lebensprogramm, in dem festgehalten wird, was das Wichtigste im Leben ist und in welcher Reihenfolge: Gott, die eigene Person, Ehemann, Kinder und Arbeiten. Dann werden mittels Tages- und Wochenplänen - ähnlich denen von Mutter Teresas Ordens- gemeinschaft – die Tagesabläufe geplant, wobei auch die Kinder altersgemäß ihre eigenen Aufgaben zugeteilt bekommen. Das ist sehr strukturiert und durchdacht, aber es wird auch zugegeben, dass nicht immer alles nach diesen Regeln läuft, sondern auch mal improvisiert werden muss.

In Für Mütter erklärt Holly Pierlot ausführlich, wie die fünf wesentlichen Bereiche des Lebens ihre Wurzeln im christlichen Glauben haben, und warum es zu der von ihr angegebenen Reihenfolge gekommen ist, so dass z.B der Ehemann wichtiger ist als die Kinder. Daneben gibt es Biographisches und sehr viel Katholisches (geistliche Begleitung, Beichte), denn die Autorin ist katholisch erzogen worden und hat nach ein paar Jahren mit anderen Prioritäten wieder zur Kirche zurückgefunden.

Am Ende jeden Kapitels stehen Praxiskommentare von einer Gruppe mit Müttern, die gemeinsam das Buch gelesen und darüber gesprochen haben. Es geht darum, was sie von den Empfehlungen halten, ob sie die Tipps für ihr Leben übernehmen können und welche Empfindungen sie beim Lesen hatten.

Keine Ahnung, wie Frau Pierolt das alles fertigbringt. Es gibt offenbar Leute, die mit einem speziellen Super-Gen für Ausdauer und Aktivität geboren werden, einem Gen, das mir definitiv fehlt. Aber die Idee mit dem festen Plan ist nicht schlecht. So wie z.B. dass nicht Donnerstagabend im Wohnzimmer gesaugt wird, egal wie es aussieht (Ausnahme: Besuch), weil diese Arbeit morgens am Freitag ansteht und dann natürlich die Regelung, dass Mamma jeden zweiten Samstag den ganzen Tag ohne Pflichten verbringen kann, so wie es ihr gefällt und solange sie will.

312 Seiten, 2004, übersetzt aus dem Englischen (A Mothers Rule of Life: How to Bring Order to Your Home and Peace to Your Soul) von Katja Macova

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