Sonntag, 30. Juni 2013

Mit neuen Augen von Alessandra Prinzessin Borghese

Mein Weg zum Glauben

Bekehrung – Biographisches

 
Alessandra Prinzessin Borghese kommt aus einer alten, angesehenen Familie Italiens, im 17. Jahrhundert war einer ihrer Vorfahren Papst. Sie ist katholisch erzogen worden, aber Gott war unwichtig geworden, bis auf wenige Momente, in denen sie gebetet hat. Im Jahr 1998 wendet sie sich wieder dem katholischen Glauben zu. Eine wesentliche Rolle spielt dabei ihre Freundin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die auch für den Band ein Geleitwort geschrieben hat.

Das Buch beginnt mit einem Prolog, dort werden die Monate ihrer Bekehrung geschildert. Danach geht es im ersten Teil um das Leben vor diesem Zeitpunkt: privilegiert aufwachsen in Rom, kaufmännisches Studium, Arbeiten und Amüsieren in Italien später New York, Rückkehr nach Rom und der Beruf als Veranstalterin von Kunstausstellungen. Dazu wird von den Opfern berichtet, die Bekannte und Freunde dem Drogengott bringen mussten. Zurückhaltend erzählt die Autorin von privaten Problemen und Todesfällen verehrter Personen.
Die beiden letzten Kapitel handeln von Gott, Jesus, Messe, Gebet, Bibel, Messliturgie, Heilige, Mutter Teresa, Papst, Lourdes und vor allem von dem normalen Leben als Katholikin in der Welt von heute. Ihr kleiner ständiger Begleiter, die Jack-Russel-Dame Pucci, wird auch erwähnt.

Mit neuen Augen ist der sehr spannend geschriebene Bericht über das (Wieder-)Finden von Gott und darüber, wie dies so vieles verändert. Das Leben im oberflächlichen Jet-Set-Stil kommt schillernd rüber, aber gleichzeitig merkt man, wie gefährlich es sein kann. Die Hinwendung zum Glauben wird überzeugend geschildert. Die Autorin ist Katholikin und entsprechend spielt Katholisches wie Eucharistie, Beichte, Rosenkranz für sie eine zentrale Rolle.

Hab's in einem Zug durchgelesen. Eine kluge Idee, die Bekehrung ziemlich am Anfang zu bringen, erspart das Suchen.

Übrigens
(Zitat Seite 24) "Praktizierender Christ zu sein, war damals nicht gerade "in". Das war ein ungeschriebenes Gesetz bei der reichen Jugend von Rang und Namen, mit der ich damals zu tun hatte."

Man erkläre mir bitte mal dieses "damals". ;-)

208 Seiten, 2004, übersetzt aus dem Italienischen (Con Occhi Nuovi) von Hilde Regeniter

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