Sonntag, 28. April 2013

Der Schatten des Galiläers von Gerd Theißen

Jesus und seine Zeit in erzählender Form

Erzähltes – Bibel – Glaubenswissen


Der evangelische Theologieprofessor für Neues Testament Dr. Gerd Theißen (geb. 1943) lässt um das Jahr 30 n. Chr. einen jüdischen Kaufmann durch Galiläa reisen und im Auftrag von Pilatus nachforschen, was es mit dieser neuen religiösen Bewegung um Jesus aus Nazareth auf sich hat. Der Händler Andreas trifft die verlassenen Eltern von Jüngern, Kranke, die von Jesus Heilung erhoffen, Barrabas, den Job-Nachfolger vom Zöllner Matthäus, auf politisch Engagierte und viele mehr. Von ihnen erfährt er von Jesus, was er getan und gesagt hat. (Jede Menge Bibelzitate aus dem Alten und Neuen Testament und sonstige Anmerkungen)

Man lernt in dieser spannenden Erzählung die politische, religiöse und soziale Situation Israels und seiner Bevölkerung zur Zeit Jesu kennen, durch die vielen Gespräche und Erlebnisse des Händlers und seiner zwei Helfer.

Andreas trifft Jesus nicht. Er sieht ihn nur ein einziges Mal, von Weitem ...

Die Kapitel enden stets mit einem fiktiven Brief an einen Theologiekollegen namens Kratzinger, der wohl sehr streng ist und dem gegenüber der Autor Gerd Theißen seine Thesen, Sichtweisen und sein Vorgehen erklärt.

Im Anhang sind knapp die wichtigsten Quellen zu Jesus und seiner Zeit vorgestellt: Evangelien, Josephus, Philo, Qumran, Tacitus.

Muss man gelesen haben! Ein moderner Klassiker!


272 Seiten, 1986, ( 2012, 24. Auflage, 9. Auflage der Sonderausgabe)

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