Freitag, 1. März 2013

Ja, das kommt davon von Nicholas DiMinno

Erzähltes – Humor – Kloster – Geweihtes Leben


Die Mönche von dem kleinen Orden St.Otho in Pennsylvania leben vom Handwerk und einfacher Feldarbeit. Außerdem produzieren sie Käse, dessen Verkauf schon seit Jahren mehr als schleppend ist, weil er überhaupt nicht schmeckt, mehrfach fällt nach Verkostungen das Wort „Seife“. Bruder Bertram wird von seinem Maultier weg nach New York geschickt zwecks Ankurbelung der Käse-Umsatzzahlen. Der Abt ist überzeugt, dass Bertram noch die meiste Ahnung von der Welt da draußen hat, weil er als letzter ins Kloster eingetreten ist, damals vor 20 Jahren. In der Metropole trifft er auf den gewieften Werbefachmann Art Stillman und der hat seine eigenen guten Gründe, die Mönche und den Käseverkauf zu unterstützen. Bruder Bertram arbeitet in den folgenden Wochen auch mit Stillmans Assistenten Henry und der Sekretätin Molly zusammen, und er lernt Stillmans kleine Freundin Evelyn kennen.
Am Ende gibt es ein Happy End auf den ganzen Linie, eigentlich gleich mehrere Happy Endings.

Der einfache, tiefgläubige Mönch, seine Ordensbrüder und die Grundgedanken klösterlichen Arbeitens sind sympathisch und überzeugend dargestellt. Die New Yorker Figuren könnten auch hinkommen (kenne mich bei Wirtschafts- und Werbeleuten nicht so aus).
Eine kleine Geschichte mit hübschen Episoden, sehr schön zu lesen. Die Highlights sind Bruder Bertrams Gespräch mit einem Jesuiten, weil er zwischendurch kurzfristig mal auf den Geschmack des ungebundenen Lebens gekommen ist und aus dem Orden austreten möchte, und außerdem der Aufenthalt von Werbefachmann Stillman im Kloster, mit dem vorgegebenen Grund, dort die Käseproduktion auf Vordermann zu bringen.

326 Seiten, 1965, aus dem Amerikanischen ( The Gentle Martyrdom of Brother Bertram) übersetzt von ... (steht nicht im Buch)

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