Montag, 11. März 2013

In den Schuhen des Fischers von Morris L. West

Erzähltes – Geweihtes Leben – Moderner Klassiker - Papst - Vatikan


Der Papst war tot. Der Kämmerer hatte es verkündet. Mit diesen Sätzen beginnt das Buch. Im Konklave wird ein Russe gewählt, der viele Jahre in Gefängnissen verbringen musste, wo er auch gefoltert wurde. Politisch sind die beiden Weltmächte USA und UDSSR ein großes Thema in der Erzählung, die Apartheid in Südafrika, die Kommunisten in Italien und ähnliche Zeitaktualitäten der beginnenden Sechziger.
Vatikanintern gibt es berufliche, private und geistliche Einsichten zu den hohen Geistlichen, die politische Rolle des Papstes, Theologisches, das von der Inquisition klein Placet erhält.
Daneben spielen mehr und weniger gläubige Personen eine Rolle, und
behinderte Kinder aufgrund von Medikamenten, Ehe-Annulierungen.

Der Inhalt des Hollywoodfilms (mit Anthony Quinn als Papst Kyril I.) weist übrigens deutliche Unterschiede zu dem Buch auf.

Die Zusammenfassung oben wird dem Buch absolut nicht gerecht, denn es ist wirklich sehr gut. Allerdings 50 Jahre alt und doch über weite Strecken in diesen Jahren und den damaligen Zuständen verhaftet. Und außerdem ist mir eben viel zu viel Papst. Morgen beginnt das Konklave. In wenigen Tagen gibt es dann zwei Päpste. Und jetzt auch noch der aus dem Buch. Vorher dieser geweihte-Männer-overload bei der Lektüre. Da hapert es momentan mit dem Würdigen dieses hervorragenden Romans.

326 Seiten, 1963, aus dem Englischen (The Shoes Of The Fisherman) übersetzt von Ursula von Wiese

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