Sonntag, 17. Februar 2013

Am Anfang war der Mord

Elf Autoren – ein Krimi (Hrsg. Fabian Vogt)

Kirchenkrimi


Elf Autoren haben einen Krimi geschrieben, jeder ein Kapitel.

Der evangelische Redner Dr. Gerhard Ullrich wird in dem Landgasthof "Zum Hirsch" ermordet. Privatdetektiv Klemenz Kistner, der eigentlich gerade einen untreuen Gatten beschatten sollte, findet den Toten und macht sich gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Angela Korowitz auf die Suche nach dem Täter - und sie finden ihn. Dabei spielt eine Bibelschule eine Rolle, an der sich mehrere Beteiligte viele Jahre zuvor kennen gelernt haben; ein Ort, wo sehr Seltsames vorging. Weitere Hauptfiguren sind der Chef der Detektei, für die Kistner arbeitet, und die Ehefrau eines Schönheitschirurgen. Es bleibt übrigens nicht bei einer Leiche.

Achtung Spoileralarm!
Bei den beiden Ermittlern kommt es nach dem großen Showdown zum Happy End.
Spoiler off

Vielleicht haben sich die Autoren nicht richtig abgesprochen oder ich habe keine Ahnung von modernen Krimis außerhalb der Landhaus-Sparte, aber die Geschichte beinhaltet nebeneinander romantische, amüsante, spannende, bibelschulkritische und ziemlich brutale Szenen. Diese Mischung muss man abkönnen. Meinem Geschmack entspricht es eher nicht. Daher eine Warnung an alle, die ebenfalls lieber Miss Marple lesen als die üblichen Fernsehkrimis sehen. Für Nicht-Christen dürfte zu viel Theologisches im Buch stehen. Vielleicht auch für Christen, wer weiß. Ansonsten würde ich gern wieder was vom Schnüffler und der Pfarrerin lesen, aber lieber einen Blümchen-Krimi, wo man das Gefühl hat, sowie die Spurensicherung mit ihrer Arbeit fertig ist, steht die Leiche wieder auf und verneigt sich vor dem applaudierenden Publikum.

142 Seiten, 2012

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