Dienstag, 1. Januar 2013

Ein (ganz persönlicher) Bücher-Jahresrückblick 2012

Bevor es noch vergessen wird: im Jahr 2012 erschien der dritte Band von „Jesus von Nazareth“, bezeichnet als Prolog, mit der Kindheitsgeschichte Jesu, geschrieben von Papst Benedikt XVI.
Mit etwas Glück kann ich den in den nächsten Wochen mal ausleihen.

Auf diesem Blog soll nur Empfehlenswertes vorgestellt werden. Deswegen habe ich einige (an-)gelesene Bücher nicht besprochen, aus verschiedenen Gründen. Es gibt welche, bei denen ich es nicht bis zum Ende geschafft habe, einfach nur weil sie zu umfangreich waren und mir andererseits nichts Neues boten. Wenn man noch 600 Seiten bis zum Ende vor sich hat, neigt man leichter zum Aufgeben, als wenn nur noch 80 fehlen. Jedenfalls habe ich sie mit Bedauern zur Seite gelegt oder wieder zurückgegeben.


Bei anderen Büchern habe ich fast ein Drittel geschafft, wenn auch nicht immer vom Anfang über die Mitte bis zum Ende. Der Reißer vom Foto zum Beispiel: die ersten 40 Seiten, dann die letzten 20 und danach nochmal zwischendrin etwas. Die Hauptfigur ist eine im Vatikan angestellte nonnige Wissenschaftlerin, das heißt am Anfang des Buches ist sie das, am Ende nicht mehr, also Wissenschaftlerin schon noch, aber keine Ordensfrau mehr. Sie konnte vom Gelübde entbunden werden, nachdem rauskam, dass sie eigentlich nur ein riesiges Mutter-Problem hat, genau wie einer ihrer Brüder, der Priester wurde. In den Gesprächen mit hochgestellten Geistlichen hat sie auch stets die Frauenrechtlerin rausgekehrt. Das ist so mühsam zu lesen und gar nicht unterhaltend, ganz zu schweigen von dem seltsamen Benehmen dieser hohen Herren. Die Autorin versuchte einen Sakrileg-Verschnitt und hatte großen Erfolg damit. Es gibt seit Jahren sehr viele davon auf dem Markt, wird wohl häufig gekauft. Naja.

Ein anderes Unbesprochenes war von einer Ordensfrau verfasst über die Benediktsregel, für Leute von heute. Mit jeder Menge Zitaten aus mehreren Weltreligionen, es las sich wie eine vergleichende religionswissenschaftliche Studie. Das trifft meinen Geschmack so gar nicht. Ein weiteres Unerwähntes war ein schmales, an sich ganz nettes Büchlein über das Stundengebet, aber das erschien mir zu inhaltsleer, um es hier zu empfehlen.

Natürlich lese ich immer wieder Texte, die nichts mit dem Glauben zu tun haben, für den Beruf, Sachbücher über Interessengebiete, von Bekannten Empfohlenes. Vielleicht stelle ich zwischendurch mal was aus der letzten Kategorie vor.

Mal sehen, welche neuen Texte 2013 zu den Empfehlenswerten gehören werden. Vielleicht gibt es auch wieder schöne Filme, die ohne Tragik auskommen.



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