Dienstag, 2. August 2016

Leben in der Liebe

Ein „Ossi“ erzählt uns seinen Weg zur Taufe

von Ingo Pilz


Von Kindesbeinen an wurde ich auf DDR-Linie getrimmt. Gott? Das war die Partei. Nach der „Wende“ nach Mainz umgesiedelt, bestaute ich die vielen Kirchen, hatte aber eine sehr starke Abneigung gegen alles, was Religion bedeutete.
Ich verdiente gut. Da nun der alles ordnende Gott „Partei“ fehlte, fand ich schnell hin zu neuen Göttern, zu denen des Kapitalismus: Geld-Spielsucht-Alkohol.
Doch diese Götter ruinierten mich. Ich sank finanziell und gesellschaftlich sehr stark ab, bis hin zur Obdachlosigkeit.
[..]
Gott hatte mir ein zweites Leben geschenkt.
(Zitat von der Rückseite)

Ingo Pilz beschreibt wie er im Westen den Glauben und die katholische Kirche kennen lernte bis zu seiner Taufe als Dreißigjähriger.

Neben dem Bericht über die Bekehrung stehen Überlegungen zum Vaterunser, der Rosenkranz mit seinen vier Gesätzen wird vorgestellt (wie man ihn betet, welche Bedeutung er hat, die einzelnen Geheimnisse des Lebens Jesu) und es gibt Grundsätzliches zur Heiligen Maria und zur Heiligenverehrung. Die Auslegungen werden mit längeren Zitaten aus der Bibel, von Heiligen und christlichen Schriftstellern, aus dem Katechismus und dem Gotteslob belegt.

Die Schilderung der Konversion ist leider kurz ausgefallen, da hätte man mehr ins Einzelne gehen können, allerdings gibt es später im Buch noch Ergänzungen. Insgesamt gelingt es Ingo Pilz, was er sich vorgenommen hat, nämlich Menschen mit einem ähnlichen atheistischen Hintergrund auf den Weg zum Leben in der Liebe zu verhelfen (Zitat Seite 11). Das gelingt ihm durch leicht verständlichen Worte, mit denen der die Kernaussagen des Glaubens erklärt.

132 Seiten, 2013, Benedetto Verlag, mehrere (überwiegend) Schwarzweiß-Abbildungen

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