Dienstag, 9. April 2013

8 Verse für ein Halleluja von Lars Quittkat

Ein schräger Kirchenroman

Erzähltes – Humor – Gemeinde

Die Handlung ist schnell erzählt: Anonyme Briefe mit Bibelstellen erreichen ihre Adressaten, sie alle sind Mitglieder der evangelischen Gemeinde von Pastor Theo Braun in einem kleinen Ort in Norddeutschland. Einige der Briefe bauen auf und machen Mut, andere hingegen werden als Beleidigung aufgefasst und die Empfänger reagieren rechtschaffen wütend. Am Schluss ist (fast) nichts und niemand mehr wie vorher.

Eine sehr unterhaltsame Geschichte mit Humor und sympathischen Figuren, zum Beispiel die Familie des Pastors plus Freunden, der Organist mit Hang zum Metall, die schüchterne Küsterin, der noch schüchternere Computerexperte, rüstige Rentnerinnen mit und ohne Hund, der bayrische Hüne beim Versuch, seine Nachbarn zu verkuppeln, der strenge Kirchenvorsteher. Gelegentlich sind sie ein wenig zu klischeehaft, da hätte weniger „Charakter“ genügt, aber meist bleiben sie differenziert, auch ihre Entwicklung im Laufe der Erzählung ist realistisch.

Der Pfarrer wird bei seinem Job gezeigt, im Gottesdienst, bei Krankenbesuchen, im Gemeinderat, beim Predigtschreiben und zusammen mit seiner Familie. Später sucht und entdeckt er den Briefschreiber, aber davor gab es schon diverse happy endings.

Hoffentlich folgen noch weitere Erzählungen aus dieser Pfarrgemeinde. Wie wäre es mal mit einer Oster-Geschichte? (Und Frieda Matzkes Erlebnisse brauchen unbedingt eine Fortsetzung und ... ähm ... Auflösung!)

Der Autor ist selbst Pastor im Norddeutschen, verheiratet und Vater von drei Kindern.
 
192 Seiten, 2012

Nachtrag vom 2. April 2016:
Die Fortsetzung ist 2016 erschienen mit dem Titel Ein Quantum Himmel. Noch ein schräger Kirchenroman.

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