Dienstag, 25. Dezember 2012

Mrs. Wilcox und die mörderische Bescherung von Emilie Richards

Weihnachten - Kirchenkrimi – Erzähltes


Pastorengattin Aggie hat Rudeltreffen unterm Weihnachts- baum: ihre Mutter, die beiden Schwestern und ihre Pflegeschwester plus männlicher Begleiter, dazu ihre zwei kleinen Töchter und Katze Moonpie, es wird es eng im Pfarrhaus. An Heiligabend findet man die Pflegeschwester in einer Krippe tot auf und eine der Schwestern wird zur Hauptverdächtigten. Aggie muss einfach herausfinden, wer der Mörder ist, obwohl sie doch ihrem Mann versprochen hat, es nie wieder zu tun. An Silvester gelingt ihr das auch.

Ein Weihnachtskrimi im gemütlichen Landhaus-Stil. In der amerikanischen Kleinstadt schneit es sogar ausnahmsweise, die reinste Idylle. Es gibt eine ökumenische Heiligabend- veranstaltung, die ausführlich geschildert wird: Alle treffen sich auf einem großen Platz in der Stadtmitte und singen Weihnachtslieder, danach finden in den verschiedenen Kirchen die Gottesdienste nach Konfessionen getrennt statt und danach kommen sie an der lebensgroßen Krippe auf eben diesem Platz zusammen. (Sehr ansprechend, ob das in den USA auch so abläuft oder nur eine Idee für die Erzählung war?) Die Autorin hat in diesem Band auf 'schockierende' Bemerkungen verzichtet, im Vergleich zu ihrem ersten Buch über Aggie (Mrs Wilcox und die Tote auf der Terrasse). Die familiären Ereignisse nehmen viel Raum ein, der Mord und seine Aufklärung sind beinahe nur eine Nebenhandlung.

Große Literatur ist es nicht, spirituelle Inspirationen gibt es auch keine, aber eine sehr angenehme Weihnachtsgeschichte für Leserinnen.

300 Seiten, 2006, übersetzt aus dem Amerikanischen (Let There Be Suspect) von Katja Henkel

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