Donnerstag, 21. September 2017

Das Nikolaus-Buch

Wissenswertes zum Fest

von Fabian Brand und Esther Schulz
 
Nikolaus – Gemeinde
 
Wie erklärt der Nikolaus-Darsteller den Bischofsring an seinem Finger? Welche Kleidung ist korrekt und wie legt man sie an? Woher bekommt man einen Bischofsstab? Was tun, wenn ein Kind zu weinen beginnt? Aufpassen mit der Mitra bei Türen!
Das Nikolaus-Buch beantwortet die praktischen Fragen zum Nikolausbesuch genau so ausführlich wie die historischen und geistlichen Hintergründe. 
Zu Beginn werden der Lebensweg des Bischofs von Myra und die Legendenbildung erläutert, sein hoher Stellenwert in der Ostkirche, später in der Westlichen, seine christliche Bedeutung und wofür er bis heute steht. Abgrenzungen zu Weihnachtsmann, Väterchen Frost und anderen winterlichen Geschenkebringern europäischer Traditionen runden den informativen Teil ab.
Die wichtigsten Erzählungen sind in einer für Kinder verständlichen Sprache verfasst, dazu gibt es vielfältige und konkrete Vorschläge, wie man einen Besuch in der Familie, Kita oder Schule gestalten kann.
Zu den praktische Hinweisen gehören auch Gebete, Fürbitten, Segen und Lieder mit Noten und Akkordangaben, die im Gottesdienst verwendet werden können.
 
Das Nikolaus-Buch bietet umfangreiche Informationen zu Geschichte, Brauchtum, Spiritualität plus Pädagogisches und Praktisches für die Besuchspraxis sowie zur Gottesdienstgestaltung zum 6. Dezember.

Alles, was man wissen muss und noch mehr. Kurz, prägnant und reichlich, ergänzt mit Zeichnungen zum Gewand und außerdem Bildern von Gemälden, Fresken und Ikonen großer Künstler.

Ein inhaltlich, optisch und durch den festen Einband auch haptisch feines Nikolaus-Kompendium. 
 
Das Büchlein wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

80 Seiten, 1. Auflage 2017, Illustrationen von Yulia Vershinskaya, Herder, Freiburg im Breisgau, ISBN 978-3-451-37711-2


Donnerstag, 10. August 2017

Franziskus trifft Franziskus

Erzählungen

von Paul Baldauf


Sechs kurze und eine längere Erzählung, sie spielen in Italien, Santiago di Compostela (Spanien), Kuba und Speyer. In der Kaiserstadt ist eine liebenswürdige Peruanerin in einer deutschen Familie auf Besuch, sie besichtigt die Sehenswürdigkeiten, erzählt aus ihrer Heimat Lima und erlebt ein Abenteuer.

In dem Band sind Momentaufnahmen und Begebenheiten, mit (fast) durchweg sympathischen Personen, informativ, das heißt man erfährt eine Menge über Speyer, über das Leben in der italienischen bzw. spanischsprachigen Welt und lernt sogar ein paar Ausdrücke Italienisch und Spanisch. Einige Geschichten sind spirituell (Franziskus trifft Franziskus, der Sohn des Tuchhändler triftt den Sohn italienischer Emigranten), andere heiter, überraschend, sozialkritisch und wenn man es am wenigsten erwartet, mit einem klein wenig Horror.


Eine sehr angenehme Lektüre und die hochgeistliche Geschichte ist so respektvoll geschrieben, dass jeder - Sympathie für Vatikanisches vorausgesetzt - sie mit einem Schmunzeln lesen kann.

Der Autor Paul Baldauf ist Schriftsteller und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Speyer und veröffentlicht auf Deutsch, Italienisch, Spanisch und Englisch.

Im Blog wurden von ihm schon vorgestellt: die beiden Kirchenkrimis mit Kommissar Wagner Kleriker im freien Fall und Wie ein Dieb in der Nacht, die Wiener Novelle Reise in die Nacht, der literarische Reiseführer über das weltliche und christliche Malta und zwei Bände über Lateinamerika: Juanito, der Bote von Guadalupe und Aparecida - Maria in Brasilien

Außerdem schrieb er Erzählungen über die Heiligen von Karthago, Perpetua und Felicitas, das Leben der heiligen Agatha von Catania und die heilige Philomena, wie die Lateinamerika-Bücher ebenfalls für Jüngere geeignet. 2016 kamen mehrere Erzählungen, die in Malta spielen, und weitere Geschichten als E-Books heraus.
Seine Homepage mit mehr Infos: www.autor-paul-baldauf.de


144 Seiten, ohne Jahresangabe, Umschlag: Laura Breidtfeld und Paul Baldauf, neobooks

Dienstag, 8. August 2017

Was eine Messe wiegt

Ein Glaubensmärchen

von Josephine Nobisso

illustriert von Katalin Szegedi


Ein Märchen nach einer wahren Begebenheit. Als eine arme Witwe um altes Brot bettelt und dafür nur eine Messe aufopfern kann, geschieht ein Wunder, das die verschlossenen Herzen eines ganzen Königreiches öffnet. (Zitat Umschlagseite)

Ein beeindruckendes, katholisches Glaubensmärchen mit wunderschönen Bildern, über das nicht mehr als oben steht verraten werden soll.
Am Ende steht das Nachwort der Autorin und auf der Rückseite des Umschlags sind Anmerkungen zu den verwendeten Allegorien.

Die Autorin Josephine Nobisso ist US-Amerikanerin und Autorin christlicher Bücher, die bereits mehrfach katholische Preise gewonnen hat. Sie ist verheiratet und Mutter.

Die ebenfalls schon preisgekrönte Illustratorin Katalin Szegedi stammt aus Ungarn und studierte u.a. in Rom. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

36 Seiten, DinA4-Format, 2002 erschienen, aus dem Amerikanischen (The Weight of a Mass, A Tale of Faith) übersetzt von Eduard Habsburg-Lothringen, deutsche Ausgabe 2008, 4. Auflage 2015, Catholic Media, Köln, für Leser ab 6 Jahren


Samstag, 5. August 2017

Einfach typisch!

Die vier Temperamente unter der Lupe

von Florence Littauer
 
Seelsorge - Humor - Psychologie

Der Sanguiniker stürmt vor, plaudert dabei charmant mit jedem, genießt das Leben, nimmt nichts wirklich schwer und selten etwas ernst, ärgert sich über unnötige Regeln und vergisst schon mal seine Versprechen.
 
Der Melancholiker macht stets Pläne und Listen, sucht die Welt ab, wo man etwas verbessern kann, erwartet von anderen auf allen Gebieten Höchstleistungen und ist bei enttäuschten Erwartungen verstimmt.


Der Choleriker ist der ideale Macher wie aus dem Managerhandbuch, er organisiert alles und delegiert fröhlich rum, gerne auch da, wo seine Mitarbeit nicht verlangt wird, liefert schon Resultate, während die anderen Temperamente noch nicht angefangen haben, und denkt, er ist die Ausnahme von „Nobody is perfect“.


Der Phlegmatiker ist der beliebteste der vier Typen, er macht wenig, ist dabei aber immer gut drauf und deswegen kann es passieren, dass man ihn ausnutzt. Er bleibt gern beim Altgewohnten, sei es Besitz, Gewohnheiten oder Meinungen, und ist der einzige, der in jeder Situation die Ruhe bewahrt.


Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung, in der die Autorin über sich (Sanguinikerin mit Choleriker-Anteil) und ihren Mann (Melancholiker) schreibt, und wie sie sich zu Beginn ihrer Ehe zusammenraufen mussten. Ihr Mann Fred hatte auf der Hochzeitsreise verlangt, dass sie auf die „richtige Art“ Weintrauben isst.
Dann kommt ein vierseitiger kleingedruckter Persönlichkeitstest, damit man sich selbst auf die Schliche kommt. Oder wem auch immer.
Danach werden die vier Typen mit ihren Stärken vorgestellt. In den folgenden Kapiteln geht es um ihre Schwächen und für jede davon werden Lösungswege aufgezeigt. Teil IV handelt von den Temperaments-Mischtypen, von Eheleuten und gibt praktische Tipps, wie man mit den einzelnen Typen gut auskommt. Abschließend wird auf die geistliche Hilfe hingewiesen, wenn man sich Veränderungen vorgenommen hat, oder bessere Beziehungen zu Angehörigen anstrebt.
Die meisten Kapitel enden übrigens mit kurzen Zitaten aus dem Alten oder dem Neuen Testament.


Das Buch ist aufschlussreich, amüsant, verständlich geschrieben, erhellend, hilfreich für den Umgang mit sich selbst und fürs Miteinander und hoch empfehlenswert. Jeder sollte diese Temperamentenlehre gelesen haben. Denn: Vielleicht sind Sie gar nicht „verkehrt“ sondern nur eine Phlegmatikerin umgeben von lauter Cholerikern.
 
Florence Littauer (geb. 1928) ist US-Amerikanerin und seit Jahrzehnten eine berühmte Rednerin zu christlichen Themen und Autorin von Selbsthilfebüchern, hauptsächlich über die Psychologie des Mitmenschlichen. Sie ist verwitwet und Mutter mehrerer Kinder. Die englischsprachige Wikipedia hat einen längeren Artikel über ihren Lebenslauf, die Temperamentstypen und ihre Bücher.

219 Seiten, veröffentlicht 1992, deutsche Ausgabe1994, die vorliegende ist die 27. Auflage 2016, übersetzt aus dem Amerikanischen (Personality Plus) von Harald Böhnke und Christel Strate, Umschlagillustration von Detlef Müller, Verlag: Gerth Medien

 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Perpetua und Felicitas

Die Heiligen von Karthago
 
von Paul Baldauf
 
Erzähltes – Heilige

Im ersten römischen Hochgebet werden Perpetua und Felicitas erwähnt, doch kaum jemand kennt die beiden Heiligen aus dem 3. Jahrhundert, deren Schicksal zuverlässig überliefert ist. Perpetua selbst wird als Hauptautorin der Dokumente genannt, der zweite Verfasser ist der Diakon Saturus, sie schrieben sie in der Gefangenschaft. Ein dritter Autor blieb unbekannt.
Die Echtheit dieses Textes „Passio Sanctarum Perpetuae et Felicitatis“ („Die Passion der Heiligen Perpetua und Felicitas“) wird nicht angezweifelt. Das Original kann online gelesen werden.

Paul Baldauf hat über die Erlebnisse der beiden Frauen und vier Männer eine Erzählung geschrieben: Die junge Mutter Perpetua bereitet sich gemeinsam mit ihrer schwangeren Dienerin Felicitas und drei Männern auf die Taufe vor. Der Unterricht findet im Haus des Diakon Saturus statt. Ein gefährliches Unternehmen, denn im römischen Reich des 3. Jahrhunderts ist das streng verboten; wer nicht vor den römischen Göttern für das Heil des Kaisers opfert, muss das Todesurteil befürchten. Die Gruppe wird entdeckt und gefangen genommen, der Diakon Saturs stellt sich freiwillig. Die Ereignisse der folgenden Wochen bilden den Hauptteil der Erzählung. Besonders eindrucksvoll sind die Begegnungen von Perpetua mit ihrem Vater, der alles versucht, um sie zu retten, und die Glaubensstärke der kleinen Gruppe, die am 7. März 203 ins Amphitheater von Karthago geführt wird.

Eine atmosphärisch dichte, hochdramatische Geschichte, durch die man versteht, warum der Ruhm der Märtyrerinnen und Märtyrer bis heute die Zeiten überstrahlt. Ein sehr eindrucksvolles, berührendes Buch.

Der Autor Paul Baldauf ist Schriftsteller und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Speyer und veröffentlicht auf Deutsch, Italienisch, Spanisch und Englisch.
Im Blog wurden von ihm schon vorgestellt: die beiden Kirchenkrimis mit Kommissar Wagner Kleriker im freien Fall und Wie ein Dieb in der Nacht, die Wiener Novelle Reise in die Nacht, der literarische Reiseführer über das weltliche und christliche Malta und zwei Bände über Lateinamerika: Juanito, der Bote von Guadalupe und Aparecida - Maria in Brasilien
Außerdem schrieb er Erzählungen über das Leben der heiligen Agatha von Catania und der heiligen Philomena, wie die Lateinamerika-Bücher ebenfalls für Jüngere geeignet. 2016 kamen mehrere Erzählungen, die in Malta spielen, und weitere Geschichten als E-Books heraus.
Seine Homepage mit mehr Infos: www.autor-paul-baldauf.de
 
68 Seiten, 1. Auflage 2017, die wunderschönen Zeichnungen und das Umschlagbild stammen von Manon Massari, Mediatrix-Verlag St. Andrä-Wördern. Das Buch wurde vom Autor zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür.

Die Quelle, der Originaltext  in deutscher Übersetzung: "Die Akten der Hl. Perpetua und Felizitas" in der Bibliothek der Kirchenväter: Link

Sonntag, 18. Juni 2017

Clarabella - Die Katze auf der Orgelbank

Kleine Episoden

von Gabriele Krön


Erzähltes – Orgel


Die junge Katze Clarabella wird von dem Organisten Bernd angestellt, das Gehäuse der Orgel mäusefrei zu halten, er gibt ihr auch den Namen eines Orgelregisters. Clarabella ist zwar eine richtige Katze, bringt es aber nicht übers Herz, Mäuse zu töten. So nimmt sie die Tiere, speziell werdende Mütter, sanft ins Maul und trägt sie in eine sichere Unterkunft, wo der Nachwuchs gut verpflegt werden kann. Aber das darf natürlich niemand erfahren, so eine Katze hat auch ihren Stolz.

Clarabella ist mit ihrer Beschäftigung und ihrem Menschen sehr zufrieden:
... dass die Gemeinde sich glücklich schätzen kann, Bernd zu haben, denn es scheinen viele Kirchenbesucher nur wegen des fantastischen Orgelspiels in unsere Kirche zu kommen. [..] Und ohne falsche Bescheidenheit möchte ich hier erwähnen, dass er auch durch meine Unterstützung so ein großer Organist ist, denn erst durch eine Katze wird der Mensch vollkommen. (Zitat Seite 24)

In dem kleinen Büchlein erzählt sie noch mehr von ihrem Leben als Organistenkatze und was sie alles über die Orgel lernen muss. Außerdem wie die zehnjährige Lena ihre Eltern überreden kann, Orgelunterricht zu bekommen; an Weihnachten darf sie in der Mette sogar selbst ein Lied spielen.

Wirklich amüsant und kenntnisreich geschrieben, man erfährt viel über Orgeln, den Berufsalltag von Organisten und dem Innenleben einer Katze, die sich ihrer Würde als 'Dienerin der Königin' voll bewusst ist.
 
Die Autorin Gabriele Krön ist Lehrerin für Gitarre und Blockflöte. Vorbild für die Orgel der Erzählung war die Rieger-Orgel in der Wallfahrtskirche Bogenberg, Niederbayern.

80 Seiten, St. Benno Verlag, Leipzig, ohne Jahresangabe (in der Deutschen Nationalbibliothek steht 2016), Farbfotos von Orgel mit Katze. Für Leser ab 10 Jahren.

Freitag, 9. Juni 2017

Neun Monate bis zur Geburt

Fakten und Bilder

von Michael Kiworr
 

Die ersten neun Monate des Menschen werden unterteilt in Lebenswochen mit Texten und über hundert wunderbaren Fotos dargestellt. Zu jedem der zwölf Abschnitte gibt es ergänzend einen Schwerpunktartikel über die Gefahren und einen über die Chancen des jeweiligen Entwicklungsabschnitts.

Außerdem gibt es Kapitel über ungewollte Kinderlosigkeit und ihre Ursachen, Wirkungsweisen der herkömmlichen Verhütungsmittel und der „Pille danach“, Künstliche Befruchtung, Präimplantationsdiagnostik (PID), Abtreibung und Spätabbrüche, ausführliche Erklärungen zur Pränataldiagnostik, die aktuelle Gesetzeslage, ethische und theologische Anmerkungen zu „Wann ist der Mensch ein Mensch?“.

Im Anhang stehen Literaturhinweise und Weblinks zu den Themen: Beratung, Hilfe, Chromosomale Erkrankungen, Down-Syndrom, Ernährung, Stillen, Medikamente in der Schwangerschaft, Informationen rund um das Lebensrecht, Pränatale Entwicklung (Videos) u.m. Literaturhinweise.
 
Dieses Buch soll zur Diskussion und Meinungsbildung anregen, Ihnen aber vor allem das Wunder und die Anmut der faszinierenden vorgeburtlichen Entwicklung in seinen einzelnen markanten Entwicklungschritten zugänglich machen. Kurzum: Die Kostbarkeit und Schönheit des neuen Lebens aufzeigen! (Zitat Seite 9)
Dieser Inhalt ist hervorragend umgesetzt.  


Der Autor Dr. Michael Kiworr legte das Staatsexamen nach seinem Medizinstudium an der Universität Mainz 1996 ab und war als Arzt zeitweise in mehreren Ländern Asiens und Afrikas tätig.
Nach seiner Dissertation in der Inneren Medizin und Ausbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in einem großen Perinatalzentrum in Frankfurt sowie weitere Fachweiterbildung und eine berufsbegleitende mehrjährige theologische Ausbildung am Bibelseminar Königsfeld. Er ist seit 2002 verheiratet, Vater und derzeit Oberarzt in einer baden-württembergischen Klinik und für verschiedene gemeinnützige Organisationen tätig. (Informationen von Seite 2)


192 Seiten, 2016, Bernardus-Verlag in der Verlagsgruppe Mainz, zahlreiche Fotos des jungen Lebens.

Montag, 5. Juni 2017

Irischer Sommer

von Nicole Winkelhöfer

Jeder Schatten auf meinem Weg zeigt: Da ist Licht …
 
Erzähltes

Sie will vergessen, einfach nur vergessen. Rebecca hat eine große Enttäuschung hinter sich und möchte nun in Irland Abstand von allem gewinnen. Als der Postbeamte des Hafenstädtchens sie freundlich bittet, einen Brief für die alte Dame von White Shamrock mitzunehmen, da ahnt sie nicht, daß diese Begegnung ihrem Leben eine neue Richtung geben wird. (Zitat von der Rückseite des Buchs)
 
Die dreißigjährige Deutsche erlebt in den folgenden Monaten kleinere und größere Reisen, innerlich und über zwei Kontinente. Beim Lesen lernt man mit ihr irische Landschaften und Pilgerorte kennen, begleitet sie bei ihrer Rückkehr ins optimistische und aktive Leben und schließlich durch die Freundschaft mit einer alten Dame und ihrer Familie zum wiedergefundenen Glauben an Gott.
 
Irischer Sommer ist eine spannend erzählte, romantische Glaubens- und Liebesgeschichte, in der die Frage nach dem Leid wiederholt gestellt wird, ohne schnelle, oberflächliche Antworten.Sehr angenehm zu lesen.
 
Über die Autorin steht auf der Buchrückseite: Nicole Winkelhöfer, Jahrgang 1961, lebt in Hartenfels/Westerwald in einer Ordensgemeinschaft. Sie ist Lehrerin für Deutsch, Englisch und Religion.
 
128 Seiten, 1999, Brunnen Verlag Gießen

Sonntag, 4. Juni 2017

Neue Freunde sind was Tolles

von Barbara Stühlmeyer

Kinder – Erzähltes – Gemeinde

Anna ist neun und zieht mit ihren Eltern, einem Kantor (Kirchenmusiker) und einer Küsterin, in ein norddeutsches Dorf, wo ihr Vater seine erste Stelle antritt. Eigentlich ist ihre Mutter Lehrerin, aber am liebsten schreibt sie Bücher, deswegen übernimmt sie gern die Arbeit in der Pfarrei, die von Pater Stefan Kowambo geleitet wird.
Die Handlung beginnt im April und die Leser erfahren, wie Anna neue Freunde gewinnt und was in ihrer Kirchen-Familie und in der Gemeinde so alles geschieht.

Von ihrem Vater erzählt sie: Papa muss jeden Tag üben. Das ist das Besondere, wenn man ein Organist ist, dass man immerzu weiter üben muss. Schließlich kann Papa in der Kirche nicht jeden Tag die gleichen Stücke spielen. Für eine Messe braucht er mindestens drei Stücke. Eins zu Beginn, eins während der Kommunion und eins zum Schluss. (Seite 19)
In den folgenden Monaten gibt es ein Heiligentheater zu Franz von Assisi mit neukomponierten Liedern, Festgottesdienste, ein selbstgebasteltes Orchester, mehrere Chöre, Konzerte und vieles mehr.
Glücklicherweise gibt es fast keine Probleme, nur als Anna schlechte Noten in drei Fächern nach Hause bringt, muss sie jeden Tag stundenlang lernen.
Für Musik und Spielen hatte ich fast gar keine Zeit mehr. Das kann ich aber nicht ab, weil ich die freie Zeit für meine Seele brauche. (Seite 99)

Ein amüsantes Kinderbuch, für Erwachsene genau so schön zu lesen, das neben den Erlebnissen von Anna auch Einblicke in das Pfarreileben und besonders die Kirchenmusik bringt. Unbedingt empfehlenswert für Leser ab 7 Jahren.

Die Autorin Dr. Barbara Stühlmeyer (geb. 1964, Bremen) ist Theologin, Musikwissenschaftlerin, Hildegard-von-Bingen-Forscherin, Schriftstellerin uvm. Ihre Dissertation Die Gesänge der Hildegard von Bingen ist ein Standardwerk der Hildegard-Forschung. Sie ist verheiratet, Mutter, lebt in Bayern und ist Oblatin der Benediktinerinnen von Rüdesheim. Umfangreicher Artikel in kathpedia
Im Blog wurde schon ihr Hildegard-von-Bingen-Kinderkrimi Die Geheimschrift vorgestellt.

128 Seiten, 2010, farbige Illustrationen von Nadine Lentzen, Verlag Haus Altenberg, Butzon & Bercker

Sonntag, 21. Mai 2017

Nicht alle Nonnen dürfen das, sagt Teresa

Eine Novelle

von Nicole Winkelhöfer

 
Der Titel ist ein Zitat der Kirchenlehrerin Teresa von Avila, aus einem Brief vom 18. Dezember 1576.
 
Die Hauptfigur Sophie wird mit 38 Witwe, ihre Kinder sind acht und vierzehn. Die Stelle in einer Arztpraxis gibt sie auf und wechselt ins Pfarrbüro als Sekretärin. Dort wird sie die gute Seele der Gemeinde und hilft dem Kaplan, der alles kann außer Predigten schreiben.
Durch das intensive Miteinander kommen beide einander näher und als sich der Kaplan schließlich in Sophie verliebt, will er sogar seinen Beruf aufgeben … (Zitat von der Rückseite)

Die Geschichte handelt von Freundschaft, Liebe und christlichen Glaubenssätzen. Den Schwerpunkt bilden die Erklärung und Verteidigung des priesterlichen Zölibats. Diese Inhalte sind in eine authentische Handlung übersetzt, mit sympathischen Figuren, spannenden Entwicklungen und (katholischem) happy end.

Die kleine Novelle von Nicole Winkelhöfer eignet sich hervorragend als Gesprächsgrundlage zu christlichen Themen, nicht nur zum Zölibat, sondern auch zu Ehe, Witwenschaft, Krankheit und Versprechen.
Für Christen, ab zwölf Jahren, unbedingt zu empfehlen.
Über die Autorin gibt es im Buch keine Angaben.
 
125 Seiten, 2017, Bernardus-Verlag, Aachen, Umschlaggestaltung von Christian Funk

Montag, 15. Mai 2017

Aljoscha

Eine Geschichte vom Suchen und Finden
von Rainer Buck
Erzähltes

Die Hauptfigur Karel schreibt einen Roman über Aljoscha, den jüngsten von Dostojewskijs „Brüder Karamasov“. Zu Beginn des Romans sitzt er noch überwiegend in der Stadtbibliothek und betreibt Vorstudien. Nach und nach lernt er Leute kennen und diskutiert mit ihnen über Bücher und Theologisches. Ab dem zweiten Drittel überschlagen sich die Ereignisse. Als Karel später ein Zimmer in einem Kloster nimmt, wird es etwas ruhiger und er kann seine literarischen und privaten Angelegenheiten regeln. Dabei bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.

Aljoscha erzählt von einem einfachen Menschen, der sich fragt, wie man heutzutage ein christliches Leben führen kann, und sich Dostojewskijs literarische Figur  zum Vorbild nimmt.
Im Laufe der Handlung werden viele philosophische und theologische Themen angesprochen, u.a. die Frage nach dem Leid, dem richtigen Gottesdienst, Armut, Mission. Den Schwerpunkt der Handlung bilden jedoch die Beziehungen Karels zu seinen Freunden und Bekannten. Begegnungen in Kirchen, einem Kloster, literarischen Zirkeln, einer preiswerten Pension, im Obdachlosenheim und mehr.

Der liebenswerte Karel, ein Suchender und Findender (= Happy End), ist bemüht, aber nicht perfekt. Teils kann er durch seine Naivität die Wahrheit nicht erkennen und eckt dadurch an, und gelegentlich ist er ein ideales Beispiel für „gut gemeint ist manchmal das Gegenteil von gut“.
Die anderen Figuren sind ebenfalls vielschichtig gezeichnet und es gibt so manche Überraschung.

Eine christliche Erzählung mit Tiefgang, nie langweilig, mit heiteren Szenen und von Anfang bis Ende eine unterhaltsame Lektüre. Schade, dass es solche Bücher nicht häufiger gibt.

Der Autor Rainer Buck, Jahrgang 1965, lebt mit seiner Familie in Marbach am Neckar. Neben seiner beruflichen Tätigkeit in der kirchlichen Verwaltung veröffentlicht er Romane, Biografien (Dostojewski) und Kurzgeschichten. Außerdem ist er als ehrenamtlicher Prediger in der methodistischen Kirche aktiv. (Zitat auf der Buchrückseite von Indianertod, ein Kirchenkrimi, der letztes Jahr in diesem Blog vorgestellt wurde.)
 
337 Seiten, 2011, cap-books, Haiterbach-Beihingen

Samstag, 29. April 2017

Das glaub ich jetzt nicht

Cartoons von oben
von Thomas Plaßmann

 
Treffsichere und amüsante Cartoons zu christlichen und kirchlichen Themen. Großartig!

Thomas Plaßmann, geboren 1969, Studium der Geschichte und Germanistik, Ausbildung zum Tischler, verheiratet, drei Kinder, lebt in Essen.
Seit 1987 arbeitet er als freischaffender Cartoonist und Illustrator, ist Karikaturist bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, wie auch beteiligt an vielen Buchprojekten und Ausstellungen.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die „Spitze Feder“ des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger sowie mehrmals den Deutschen Preis für Politische Karikatur „Der Künstlerische Strich“. (Gekürztes Zitat von Seite 2)

107 Seiten, 2. Auflage 2016, Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart

Samstag, 15. April 2017

Die Geheimschrift

Mit Hildegard von Bingen auf Spurensuche

von Barbara Stühlmeyer

Krimi – Kinder – Heilige

Im Jahr 1163 wird Hildegard von Bingen von Kaiser Friedrich Barbarossa beauftragt, die gestohlenen Reliquien der Heiligen Drei Könige zu suchen. Mit Hilfe eines Geheimcodes findet sie tatsächlich heraus, wer die Diebe sind. Eine aufregende Jagd beginnt.
Barbara Stühlmeyer greift historische Fakten wie die bis heute nicht entschlüsselte Geheimschrift und den Rau der Reliquien in Mailand auf und verbindet sie zu einem spannenden Krimi für Kinder im Erstkommunionalter. (Text von der Buchrückseite)

Die Heilige Hildegard von Bingen (1098 – 1179), Ordensfrau, Medizinerin, Autorin, Komponistin und eine von 36 Kirchenlehrern, steht im Mittelpunkt dieser amüsanten Erzählung, die kindgerecht die Heilige und die damalige Zeit vorstellt. Die Leser begleiten die bodenständige, kluge, gewitzte und mutige Ordensfrau auf Predigtreisen und bei der Aufklärung eines Diebstahls.

Im Laufe der Geschichte wird viel erklärt (Historisches, was die Leute damals aßen, wie sie reisten, welche Gesetze es gab und natürlich jede Menge über die Hauptfigur), und es macht dadurch neugierig, noch mehr zu erfahren besonders über die Heilige Hildegard, ihr Leben und ihre Werke.

Eine heitere, aber nie oberflächliche Erzählung, durch die den Lesern eine große Frau näher gebracht wird.

Das Buch beginnt mit fünf Seiten ausführlicher Personenbeschreibungen, die sich gut für den Einstieg in die Geschichte eignen. Am Ende steht ein Faktencheck und erläutert, was in der Erzählung authentisch und was erfunden ist, anschließend vier Seiten Worterklärungen von Äbtissin bis Zunft.

Dr. Barbara Stühlmeyer (geb. 1964, Bremen) ist Theologin, Musikwissenschaftlerin, Hildegard-von-Bingen-Forscherin, Schriftstellerin uvm. Ihre Dissertation Die Gesänge der Hildegard von Bingen ist ein Standardwerk der Hildegard-Forschung. Sie ist verheiratet, Mutter, lebt in Bayern und ist Oblatin der Benediktinerinnen von Rüdesheim. Umfangreicher Artikel in der kathpedia
Im Blog wurde auch schon ihr Kinderbuch Neue Freunde sind was Tolles vorgestellt.

184 Seiten, 2012 Verlag Haus Altenberg, 2013 Butzon und Bercker, für Leser ab 8 Jahren, Illustrationen von Der-Grafik-Kraemer

Sonntag, 19. Februar 2017

Sonntagsarbeit

von Christiane Müller

Eine evangelische Pfarrerin packt aus

Gemeinde – Biographisches


Christiane Müller ist evangelische Pfarrerin, sie berichtet von ihrem Weg nach dem Studium. Als Bayerin muss sie in die fränkische Provinz, dort dann das Viakriat, die ersten Lehrjahre, u.a. mit Religions- und Konfirmantenunterricht. In der Schule lernt sie, sich nach dem Schreiben an der Tafel rechtzeitig umzudrehen, damit die Papiergeschosse nicht den Hinterkopf treffen. (Also auch evangelischen Theologen sind besondere Bußformen bekannt, habe ich mir schon gedacht.)

Vor ihrer ersten richtigen Pastorenstelle verbringt sie ein Jahr in einem evangelischen Kloster mit hochkirchlicher Ausrichtung und sehr hilfreichen Mentoren. Danach folgt das pralle Pfarrerleben, erst im ländlichen Bereich, später in einer mittelgroßen Stadt. Beides mit unterschiedlichen Anforderungen.

Das Buch bietet einen hervorragenden Einblick in das Berufsleben eines Pfarrers, in der Regel mit 24/7-Einsatzbereitschaft und fehlenden positiven Rückmeldungen.
Bräute möchten auch hier vom Vater zum Altar gebracht werden, alles Argumentieren hilft nicht. Dies scheint ein immer wieder verlorener Kampf in Trauungsgesprächen zu sein, weil fast alle Pastoren in ihren Büchern darüber berichten.
 
Die Autorin gibt einen authentischen Einblick, ohne allzu persönlich zu werden. Dazu ein paar Highlights aus dem geistlichen Alltag:
„ … wollen wir die kleine Nicki [4 Jahre] jetzt taufen.“
Da passiert es. Nicki holt tief Luft, läuft purpurrot an und plärrt: „NEINNNN!“ (Seite 55)

Ein aufschlussreiches und unterhaltsames Buch, das die Leser neugierig macht auf ihren Pastor und dessen Gemeinde vor Ort.


180 Seiten, 2015, Windsor Verlag

Sonntag, 12. Februar 2017

The Examen Prayer

Ignatian Wisdom for Our Lives Today

von Pater Timothy M. Gallagher, O.M.V.


Pater Gallagher erklärt die ignatianische Gewissenserforschung, hierzulande auch bekannt als „Gebet der Liebenden Aufmerksamkeit“.
Zurück zu den Wurzeln, wie bei Ignatius von Loyola, sind die einzelnen Schritte: Dankbarkeit, Bitte um Beistand im Gebet, Tagesrückblick, Vergebung, Erneuerung.
Im Internet stehen zahlreiche Audios (und einige Videos), in denen der Autor über die Inhalte seiner Bücher spricht, zu finden z.T. auf seiner Homepage: http://www.frtimothygallagher.org/media

Neben dem oben vorgestellten Buch gibt es eins über die 'Unterscheidung der Geister' für jeden Tag: The Discernment of Spirits. An Ignatian Guide for Everyday Living
 
und bei großen Entscheidungen: Discerning the Will of God. An Ignatian Guide to Christian Decision Making.
 
Über den Gründer seines Ordens, der Oblaten der Jungfrau Maria, Pio Bruno Lanteri (1759-1830)
 
und eine offenherzige biografische Schrift darüber, wie für ihn über Jahre hinweg aus dem verpflichtenden Stundengebets ein freiwillig, gern geübtes Lob Gottes wurde: Praying the Liturgy of the Hours. A Personal Journey.Reflections of an Experience of Forty Years.

 
Gelesen habe ich drei dieser Bücher: Examen Pray, Liturgy of the Hours und Discernment for Everyday Living, im Netz angehört außerdem Vorträge und Interviews über die anderen Themen. Sie sind alle hoch empfehlenswert, leicht zu verstehen auch für Nichttheologen (dazu akkustisch deutlich, mit angenehmer Stimme, nur das Englische eben) und spannend vorgetragen. Darin spiegeln sich Erfahrungen aus jahrzehntelanger seelsorgerischer Tätigkeit, ohne dass sie in peinlich konkreten Beispielen angeführt werden.

Leider sind alle Texte und Audios auf Englisch. Im Netz habe ich nur Übersetzungen ins Spanische und Polnische gesehen.
Ebenso leider sind meine Ausgaben ebooks, da ich kürzlich wieder mal lange Wochen auf ein Buch aus England (!) warten musste und ein anderes secondhand aus den USA gar nicht erst ankam. Allerdings empfehle ich ebooks aus den unterschiedlichen Gründen definitv nicht.
 
Adressen im Internet: siehe den Link oben und in dem großen Video-Portal einfach in die Suche den Namen Timothy Gallagher eingeben.
 
Der US-Amerikaner Pater Timothy M.Gallagher ist seit 1979 Ordenspriester der Oblaten der Jungfrau Maria, promovierte an der Gregoriana in Rom, war zehn Jahre Provinzial seines Ordens, lehrt Theologie und gibt Exerzitien.

232 Seiten, 2006, The Crossroad Publishing Company, USA

Samstag, 11. Februar 2017

Der Lowpricelighter

von Klaus Fischer

Erzähltes – Humor - Gemeinde


Die freie Erweckungsgemeinde hat fünfundvierzig Mitglieder und der ich-erzählende Lobpreisleiter ist Herr über das Keyboard und somit Chef der Kirchenmusik, also einer der wichtigsten Gemeindeangehörigen; neben Pastor Kurt, der immer darauf bedacht ist, dass sie nicht für eine Sekte gehalten werden. Zur Musiktruppe gehören noch eine Gitarre und eine Blockflöte. Im Privatleben steht Ehefrau Gitti an erster Stelle, eine hervorragende Stütze für Alltag und geistliches Leben, nur während ihrer Schwangerschaft kann sie dem werdenden Vater nicht hilfreich zu Seite stehen.

Wunderbar heitere Geschichten um eine protestantische Gemeinde mit durchweg sympathischen Figuren, die teils massive Ecken und Kanten haben. Am komischsten ist die Hauptfigur, und das nicht nur, wenn er während des Gottesdienstes auf seinem Keyboard versehentlich den Samba-Rhythmus einschaltet. Die Erzählungen sind jeweils sieben Seiten lang, und mit einem Augenzwinkern geschrieben, sie spielen durchweg im kirchlichen Bereich (und auf Fortbildungen), eine leichte Lektüre zum Entspannen.
Wegen des großen Erfolgs gibt es noch zwei Nachfolgebände.
 
128 Seiten, 1997, Asaph-Verlag, Düsseldorf, Umschlaggestaltung von Karl Gerd Striepecke

Montag, 19. Dezember 2016

Die Weihnachtskerze

von Max Lucado

Erzähltes

Alle 25 Jahre wiederholt sich ein Wunder im Herzen England. Kurz vor Weihnachten erscheint ein Engel im Haus des Kerzenmachers Haddington und berührt eine seiner Kerzen. Denjenigen, der diese auserwählte Weihnachtskerze erhält, erwartet großer Segen.(Zitat von der Buchrückseite)

Natürlich haben dadurch die Kerzenmacher eine große Verantwortung, wem sollen sie diesen Segen zuteil werden lassen? Wer braucht ihn am nötigsten?

Ein spannende Weihnachtsgeschichte mit liebenswürdigen Charakteren, die im England des 19. Jahrhunderts spielt und viel über den eigentlichen Sinn Weihnachtens aussagt.

Sie wurde verfilmt und im Blog Christliche Filme vorgestellt. Dort steht mehr über den Inhalt und ein Trailer.   

Max Lucado ist ein us-amerikanischer Bestsellerautor christlicher Erzählungen. Im Blog wurde schon über Das Café zwischen Himmel und Erde Link (mit einer kurzen Biografie)  und  Du bist einmalig Link geschrieben.

158 Seiten, 2006, aus dem Amerikanischen (Christmas Candle) übersetzt von Andrea Wegner, Francke Verlag

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Lingualpfeife und alles über das Orgelspiel (Videos)

von Lingualpfeife alias Ludwig Martin Jetschke


 


 
In deutscher Sprache ist  Ludwig Martin Jetschke der 'Meister der Orgelschulen' auf Youtube.
Mit mehreren hundert kurzen Clips zu Orgeln, Musikstücken, Orgelkunde, Register, Musiktheorie, Psalmtönen (!), dem neuen Gesangbuch Gotteslob, NGL, Liedempfehlungen für Taufe, Hochzeit etc., Improvisationen und mehr Kurzweiliges zur Orgelwissenschaft. Dazu ein 43-teilige Stichwortverzeichnis zu musikalischen, liturgischen und theologischen Begriffen (Bratschenschlüssel, „Warum liegt Himmelfahrt mitten in der Woche?“, Nunc Dimittis, Lesejahr)

Alles sehr lehrreich und unterhaltsam beim Anschauen. Musikunterricht der Spitzenklasse!

Ludwig Martin Jetschke ist Student der Theologie, Organist und aus dem Erzbistum Bamberg.

Tutor Book for Volunteer Organists

von Robert Fielding


Eine kurze Orgelschule für erfahrene Klavierspieler, auf Englisch, speziell um ehrenamtliche Organisten für Gottesdienste anzuleiten.

Erklärt und gezeigt (Fotos und Zeichnungen) werden: Sitz- und Handhaltung, Pedale und Pedalspiel, dann einige einfache Stücke zu Ein-Hand- plus Pedalspiel, detaché und legato, sieben Seiten zu den Registern, das Schwellwerk und der Kirchengesang, Praxistipps für Gottesdienste ('Bass- bzw. Pedalnoten sind wichtiger als die höheren Töne'), erste Tipps für Improvisationen und Variationen, Literaturhinweise (Bücher und Webseiten), über Schuhe. Das Heft schließt mit Angaben zum Autor und zwei Seiten Noten für erste Übungen.

Eine knappe Einführung zum Reinschnuppern in die Materie.
Webseite: www.volunteerorganist.com (scheint veraltet zu sein)

38 Seiten, 2012, DinA4, große Schrift, die Noten etwas kleiner als gewöhnlich

Die TROSTspendende Silbermann-Orgel

von Felix Friedrich

Heitere Geschichten und Anekdoten rund um die Orgel


Der bekannte Organist Felix Friedrich erzählt Erlebnisse aus seinem Berufsalltag, von Reisen und Konzerten hierzulande und rund um den Globus. Darunter viel Amüsantes und Begegnungen mit Musikern, Orgelliebhabern und berühmten Orgeln.
(Mit Papierpfeifen kann man wirklich spielen? Ein Mitarbeiter verwechselte die Stricke des Blasebalgs mit denen des Kronleuchters der Kirche, der plötzlich über dem Publikum in Bewegung geriet. Außerdem altersschwache Orgelbänke, Lichtschalter, die die Glocken ertönen lassen und schlangestehende Konzertbesucher und Security-Männer, die den sich „vordrängelnden“ Organisten den Eintritt verwehren wollen.)
 
Die Texte sind etwa eine Seite lang und werden durch eine Illustration ergänzt. Ein sehr unterhaltsames, informatives und heiteres Büchlein, nicht nur für Orgelkenner.
 
Der Autor Dr. Felix Friedrich wirkt seit 1976 als Schloßorganist an der weit über Thüringen hinaus bekannten Altenburger Trost-Orgel, deren Restaurierung er initiierte. Er spielte über 80 CDs ein, publizierte Bücher und Noteneditionen, außerdem ist er Sachberater bei Restaurierungen von Orgeln und Juror bei Wettbewerben. Seit 1991 leitet er die Thüringische Orgelakademie. (Kursives: Zitat von der Buchrückseite)
 
64 Seiten, ohne Jahr, zahlreiche, teils farbige Zeichnungen von Orgelszenen (u.a. von Thomas Plaßmann und Werner Tiki Küstenmacher). St. Benno Verlag, Leipzig.