Samstag, 29. April 2017

Das glaub ich jetzt nicht

Cartoons von oben
von Thomas Plaßmann

 
Treffsichere und amüsante Cartoons zu christlichen und kirchlichen Themen. Großartig!

Thomas Plaßmann, geboren 1969, Studium der Geschichte und Germanistik, Ausbildung zum Tischler, verheiratet, drei Kinder, lebt in Essen.
Seit 1987 arbeitet er als freischaffender Cartoonist und Illustrator, ist Karikaturist bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, wie auch beteiligt an vielen Buchprojekten und Ausstellungen.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die „Spitze Feder“ des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger sowie mehrmals den Deutschen Preis für Politische Karikatur „Der Künstlerische Strich“. (Gekürztes Zitat von Seite 2)

107 Seiten, 2. Auflage 2016, Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH, Stuttgart

Samstag, 15. April 2017

Die Geheimschrift

Mit Hildegard von Bingen auf Spurensuche

von Barbara Stühlmeyer

Krimi – Kinder – Heilige

Im Jahr 1163 wird Hildegard von Bingen von Kaiser Friedrich Barbarossa beauftragt, die gestohlenen Reliquien der Heiligen Drei Könige zu suchen. Mit Hilfe eines Geheimcodes findet sie tatsächlich heraus, wer die Diebe sind. Eine aufregende Jagd beginnt.
Barbara Stühlmeyer greift historische Fakten wie die bis heute nicht entschlüsselte Geheimschrift und den Rau der Reliquien in Mailand auf und verbindet sie zu einem spannenden Krimi für Kinder im Erstkommunionalter. (Text von der Buchrückseite)

Die Heilige Hildegard von Bingen (1098 – 1179), Ordensfrau, Medizinerin, Autorin, Komponistin und eine von 36 Kirchenlehrern, steht im Mittelpunkt dieser amüsanten Erzählung, die kindgerecht die Heilige und die damalige Zeit vorstellt. Die Leser begleiten die bodenständige, kluge, gewitzte und mutige Ordensfrau auf Predigtreisen und bei der Aufklärung eines Diebstahls.

Im Laufe der Geschichte wird viel erklärt (Historisches, was die Leute damals aßen, wie sie reisten, welche Gesetze es gab und natürlich jede Menge über die Hauptfigur), und es macht dadurch neugierig, noch mehr zu erfahren besonders über die Heilige Hildegard, ihr Leben und ihre Werke.

Eine heitere, aber nie oberflächliche Erzählung, durch die den Lesern eine große Frau näher gebracht wird.

Das Buch beginnt mit fünf Seiten ausführlicher Personenbeschreibungen, die sich gut für den Einstieg in die Geschichte eignen. Am Ende steht ein Faktencheck und erläutert, was in der Erzählung authentisch und was erfunden ist, anschließend vier Seiten Worterklärungen von Äbtissin bis Zunft.

Dr. Barbara Stühlmeyer (geb. 1964, Bremen) ist Theologin, Musikwissenschaftlerin, Hildegard-von-Bingen-Forscherin, Schriftstellerin uvm. Ihre Dissertation Die Gesänge der Hildegard von Bingen ist ein Standardwerk der Hildegard-Forschung. Sie ist verheiratet, Mutter, lebt in Bayern und ist Oblatin der Benediktinerinnen von Rüdesheim. Umfangreicher Artikel in kathpedia  

184 Seiten, 2012 Verlag Haus Altenberg, 2013 Butzon und Bercker, für Leser ab 8 Jahren, Illustrationen von Der-Grafik-Kraemer

Sonntag, 19. Februar 2017

Sonntagsarbeit

von Christiane Müller

Eine evangelische Pfarrerin packt aus

Gemeinde – Biographisches


Christiane Müller ist evangelische Pfarrerin, sie berichtet von ihrem Weg nach dem Studium. Als Bayerin muss sie in die fränkische Provinz, dort dann das Viakriat, die ersten Lehrjahre, u.a. mit Religions- und Konfirmantenunterricht. In der Schule lernt sie, sich nach dem Schreiben an der Tafel rechtzeitig umzudrehen, damit die Papiergeschosse nicht den Hinterkopf treffen. (Also auch evangelischen Theologen sind besondere Bußformen bekannt, habe ich mir schon gedacht.)

Vor ihrer ersten richtigen Pastorenstelle verbringt sie ein Jahr in einem evangelischen Kloster mit hochkirchlicher Ausrichtung und sehr hilfreichen Mentoren. Danach folgt das pralle Pfarrerleben, erst im ländlichen Bereich, später in einer mittelgroßen Stadt. Beides mit unterschiedlichen Anforderungen.

Das Buch bietet einen hervorragenden Einblick in das Berufsleben eines Pfarrers, in der Regel mit 24/7-Einsatzbereitschaft und fehlenden positiven Rückmeldungen.
Bräute möchten auch hier vom Vater zum Altar gebracht werden, alles Argumentieren hilft nicht. Dies scheint ein immer wieder verlorener Kampf in Trauungsgesprächen zu sein, weil fast alle Pastoren in ihren Büchern darüber berichten.
 
Die Autorin gibt einen authentischen Einblick, ohne allzu persönlich zu werden. Dazu ein paar Highlights aus dem geistlichen Alltag:
„ … wollen wir die kleine Nicki [4 Jahre] jetzt taufen.“
Da passiert es. Nicki holt tief Luft, läuft purpurrot an und plärrt: „NEINNNN!“ (Seite 55)

Ein aufschlussreiches und unterhaltsames Buch, das die Leser neugierig macht auf ihren Pastor und dessen Gemeinde vor Ort.


180 Seiten, 2015, Windsor Verlag

Sonntag, 12. Februar 2017

The Examen Prayer

Ignatian Wisdom for Our Lives Today

von Pater Timothy M. Gallagher, O.M.V.


Pater Gallagher erklärt die ignatianische Gewissenserforschung, hierzulande auch bekannt als „Gebet der Liebenden Aufmerksamkeit“.
Zurück zu den Wurzeln, wie bei Ignatius von Loyola, sind die einzelnen Schritte: Dankbarkeit, Bitte um Beistand im Gebet, Tagesrückblick, Vergebung, Erneuerung.
Im Internet stehen zahlreiche Audios (und einige Videos), in denen der Autor über die Inhalte seiner Bücher spricht, zu finden z.T. auf seiner Homepage: http://www.frtimothygallagher.org/media

Neben dem oben vorgestellten Buch gibt es eins über die 'Unterscheidung der Geister' für jeden Tag: The Discernment of Spirits. An Ignatian Guide for Everyday Living
 
und bei großen Entscheidungen: Discerning the Will of God. An Ignatian Guide to Christian Decision Making.
 
Über den Gründer seines Ordens, der Oblaten der Jungfrau Maria, Pio Bruno Lanteri (1759-1830)
 
und eine offenherzige biografische Schrift darüber, wie für ihn über Jahre hinweg aus dem verpflichtenden Stundengebets ein freiwillig, gern geübtes Lob Gottes wurde: Praying the Liturgy of the Hours. A Personal Journey.Reflections of an Experience of Forty Years.

 
Gelesen habe ich drei dieser Bücher: Examen Pray, Liturgy of the Hours und Discernment for Everyday Living, im Netz angehört außerdem Vorträge und Interviews über die anderen Themen. Sie sind alle hoch empfehlenswert, leicht zu verstehen auch für Nichttheologen (dazu akkustisch deutlich, mit angenehmer Stimme, nur das Englische eben) und spannend vorgetragen. Darin spiegeln sich Erfahrungen aus jahrzehntelanger seelsorgerischer Tätigkeit, ohne dass sie in peinlich konkreten Beispielen angeführt werden.

Leider sind alle Texte und Audios auf Englisch. Im Netz habe ich nur Übersetzungen ins Spanische und Polnische gesehen.
Ebenso leider sind meine Ausgaben ebooks, da ich kürzlich wieder mal lange Wochen auf ein Buch aus England (!) warten musste und ein anderes secondhand aus den USA gar nicht erst ankam. Allerdings empfehle ich ebooks aus den unterschiedlichen Gründen definitv nicht.
 
Adressen im Internet: siehe den Link oben und in dem großen Video-Portal einfach in die Suche den Namen Timothy Gallagher eingeben.
 
Der US-Amerikaner Pater Timothy M.Gallagher ist seit 1979 Ordenspriester der Oblaten der Jungfrau Maria, promovierte an der Gregoriana in Rom, war zehn Jahre Provinzial seines Ordens, lehrt Theologie und gibt Exerzitien.

232 Seiten, 2006, The Crossroad Publishing Company, USA

Samstag, 11. Februar 2017

Der Lowpricelighter

von Klaus Fischer

Erzähltes – Humor - Gemeinde


Die freie Erweckungsgemeinde hat fünfundvierzig Mitglieder und der ich-erzählende Lobpreisleiter ist Herr über das Keyboard und somit Chef der Kirchenmusik, also einer der wichtigsten Gemeindeangehörigen; neben Pastor Kurt, der immer darauf bedacht ist, dass sie nicht für eine Sekte gehalten werden. Zur Musiktruppe gehören noch eine Gitarre und eine Blockflöte. Im Privatleben steht Ehefrau Gitti an erster Stelle, eine hervorragende Stütze für Alltag und geistliches Leben, nur während ihrer Schwangerschaft kann sie dem werdenden Vater nicht hilfreich zu Seite stehen.

Wunderbar heitere Geschichten um eine protestantische Gemeinde mit durchweg sympathischen Figuren, die teils massive Ecken und Kanten haben. Am komischsten ist die Hauptfigur, und das nicht nur, wenn er während des Gottesdienstes auf seinem Keyboard versehentlich den Samba-Rhythmus einschaltet. Die Erzählungen sind jeweils sieben Seiten lang, und mit einem Augenzwinkern geschrieben, sie spielen durchweg im kirchlichen Bereich (und auf Fortbildungen), eine leichte Lektüre zum Entspannen.
Wegen des großen Erfolgs gibt es noch zwei Nachfolgebände.
 
128 Seiten, 1997, Asaph-Verlag, Düsseldorf, Umschlaggestaltung von Karl Gerd Striepecke

Montag, 19. Dezember 2016

Die Weihnachtskerze

von Max Lucado

Erzähltes

Alle 25 Jahre wiederholt sich ein Wunder im Herzen England. Kurz vor Weihnachten erscheint ein Engel im Haus des Kerzenmachers Haddington und berührt eine seiner Kerzen. Denjenigen, der diese auserwählte Weihnachtskerze erhält, erwartet großer Segen.(Zitat von der Buchrückseite)

Natürlich haben dadurch die Kerzenmacher eine große Verantwortung, wem sollen sie diesen Segen zuteil werden lassen? Wer braucht ihn am nötigsten?

Ein spannende Weihnachtsgeschichte mit liebenswürdigen Charakteren, die im England des 19. Jahrhunderts spielt und viel über den eigentlichen Sinn Weihnachtens aussagt.

Sie wurde verfilmt und im Blog Christliche Filme vorgestellt. Dort steht mehr über den Inhalt und ein Trailer.   

Max Lucado ist ein us-amerikanischer Bestsellerautor christlicher Erzählungen. Im Blog wurde schon über Das Café zwischen Himmel und Erde Link (mit einer kurzen Biografie)  und  Du bist einmalig Link geschrieben.

158 Seiten, 2006, aus dem Amerikanischen (Christmas Candle) übersetzt von Andrea Wegner, Francke Verlag

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Lingualpfeife und alles über das Orgelspiel (Videos)

von Lingualpfeife alias Ludwig Martin Jetschke


 


 
In deutscher Sprache ist  Ludwig Martin Jetschke der 'Meister der Orgelschulen' auf Youtube.
Mit mehreren hundert kurzen Clips zu Orgeln, Musikstücken, Orgelkunde, Register, Musiktheorie, Psalmtönen (!), dem neuen Gesangbuch Gotteslob, NGL, Liedempfehlungen für Taufe, Hochzeit etc., Improvisationen und mehr Kurzweiliges zur Orgelwissenschaft. Dazu ein 43-teilige Stichwortverzeichnis zu musikalischen, liturgischen und theologischen Begriffen (Bratschenschlüssel, „Warum liegt Himmelfahrt mitten in der Woche?“, Nunc Dimittis, Lesejahr)

Alles sehr lehrreich und unterhaltsam beim Anschauen. Musikunterricht der Spitzenklasse!

Ludwig Martin Jetschke ist Student der Theologie, Organist und aus dem Erzbistum Bamberg.

Tutor Book for Volunteer Organists

von Robert Fielding


Eine kurze Orgelschule für erfahrene Klavierspieler, auf Englisch, speziell um ehrenamtliche Organisten für Gottesdienste anzuleiten.

Erklärt und gezeigt (Fotos und Zeichnungen) werden: Sitz- und Handhaltung, Pedale und Pedalspiel, dann einige einfache Stücke zu Ein-Hand- plus Pedalspiel, detaché und legato, sieben Seiten zu den Registern, das Schwellwerk und der Kirchengesang, Praxistipps für Gottesdienste ('Bass- bzw. Pedalnoten sind wichtiger als die höheren Töne'), erste Tipps für Improvisationen und Variationen, Literaturhinweise (Bücher und Webseiten), über Schuhe. Das Heft schließt mit Angaben zum Autor und zwei Seiten Noten für erste Übungen.

Eine knappe Einführung zum Reinschnuppern in die Materie.
Webseite: www.volunteerorganist.com (scheint veraltet zu sein)

38 Seiten, 2012, DinA4, große Schrift, die Noten etwas kleiner als gewöhnlich

Die TROSTspendende Silbermann-Orgel

von Felix Friedrich

Heitere Geschichten und Anekdoten rund um die Orgel


Der bekannte Organist Felix Friedrich erzählt Erlebnisse aus seinem Berufsalltag, von Reisen und Konzerten hierzulande und rund um den Globus. Darunter viel Amüsantes und Begegnungen mit Musikern, Orgelliebhabern und berühmten Orgeln.
(Mit Papierpfeifen kann man wirklich spielen? Ein Mitarbeiter verwechselte die Stricke des Blasebalgs mit denen des Kronleuchters der Kirche, der plötzlich über dem Publikum in Bewegung geriet. Außerdem altersschwache Orgelbänke, Lichtschalter, die die Glocken ertönen lassen und schlangestehende Konzertbesucher und Security-Männer, die den sich „vordrängelnden“ Organisten den Eintritt verwehren wollen.)
 
Die Texte sind etwa eine Seite lang und werden durch eine Illustration ergänzt. Ein sehr unterhaltsames, informatives und heiteres Büchlein, nicht nur für Orgelkenner.
 
Der Autor Dr. Felix Friedrich wirkt seit 1976 als Schloßorganist an der weit über Thüringen hinaus bekannten Altenburger Trost-Orgel, deren Restaurierung er initiierte. Er spielte über 80 CDs ein, publizierte Bücher und Noteneditionen, außerdem ist er Sachberater bei Restaurierungen von Orgeln und Juror bei Wettbewerben. Seit 1991 leitet er die Thüringische Orgelakademie. (Kursives: Zitat von der Buchrückseite)
 
64 Seiten, ohne Jahr, zahlreiche, teils farbige Zeichnungen von Orgelszenen (u.a. von Thomas Plaßmann und Werner Tiki Küstenmacher). St. Benno Verlag, Leipzig.

Play the Organ

A Beginner's Tutor

von David Sanger


 
Ein Kirchenorgel-Lehrbuch von Anfang an, d.h. geeignet für Nicht-Klavierspieler, auf Englisch. Es führt bis zum drei(vier)-stimmigen Spiel, auf zwei Manualen und einem Pedal.
Diese Schule ist besonders für Kirchenmusik konzipiert worden und beginnt mit zwölf Seiten über Orgel, Register, Tastatur, Basis des Notensystem (C-Dur), Notation, Notenwerte und Fingersatz, nur so viel, dass der (auf sich allein gestellte) Anfänger die ersten Übungen an der Orgel spielen kann.
(Hilfsvers für die Basslinien: Girls Buy Designer Frocks Always. Endlich ein Vers, den man sich gut merken kann.)
Dieser einführende Teil ist schön knapp gehalten und erschlägt nicht mit Infos oder verlangt Vorwissen.

Danach gibt es sehr einfache Übungen für die rechte und später die linke Hand. Langsam werden die technischen Erweiterungen vorgestellt und eingeübt, schon auf der fünften Seite folgt das Festhalten einer Note. Parallel dazu wird Theorie erläutert (zu Musik, Orgel und Trainingsmethoden). Vom ersten Stück an werden Vorschläge zur Registrierung gemacht, mit Alternativen, zu Beginn und an markanten Stellen mit Fingersatz. Ab Seite 20 geht’s los mit den schwarzen Tasten, den entsprechenden Systemen und ihrer Notation, zehn Seiten später folgen die ersten Kirchenlieder, sie trainieren das Melodiespiel der Linken und die Begleitung durch die rechte Hand.

Auf Seite 34 beginnt mit einer dreiseitigen Einleitung plus fünf Zeichnungen das „Spielen mit den Füßen“. Fünf Seiten reine Pedalstücke, danach kommt die linke Hand dazu. Ab Seite 52 wird nur mit den Händen das zwei- und dreistimmige Spiel trainiert, ab Seite 61 mit einem Pedal. Ein praktischer Teil zur Musiktheorie bringt die Tonleitern und Akkorde aller Tonarten mit genauem Fingersatz bzw. Fußsatz.
Auf den letzten zwanzig Seiten stehen Stücke zum Üben u.a. von J.S. Bach, Gade, J.G.Walther.

Das Buch schließt mit Literaturhinweisen (Sammlungen für „Manuals only“ und für leichte Stücke), und theoretische Weiterführungen, 3 Seiten Glossar, 2 Seiten zu den Registern, einer Übersetzung wichtiger Fachausdrücke vom Englischen ins Amerikanische und der exakten Zeichnung einer viktorianschen Orgel.

Für die Fortgeschrittenen gibt es den zweiten Band: Play the Organ II.

Der Autor David Sanger (1947 - 2010) war Organist und Lehrer, CD-Aufnahmen, leitete Meisterklassen und Kurse in vielen Ländern. Er war Professor für Orgel an der Royal Academy of Music in London.

114 Seiten, 1990, Novello Publishing Limited, DinA4 Format mit Spiralbindung, mehrere Zeichungen und Fotos, angenehme Schriftgröße

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Aparecida - Maria in Brasilien

von Paul Baldauf

Erzähltes - Heilige

Aparecida ist der bedeutendste Wallfahrtsort von Brasilien, ein Nationalheiligtum mit der zweitgrößten Basilika nach dem Petersdom.

Die historischen Ereignisse gehen auf den 17. Oktober 1717 zurück, also fast auf den Tag genau vor 299 Jahren; damals mit Fischern, der Heiligen Maria und dem Fischfang ... und das war nur der Anfang, dem viele Wunder folgten, so zum Beispiel mit einem stolzen Reiter, einem blinden Mädchen und einem entlaufenen Sklaven.
Es soll nicht zu viel verraten werden, damit es für die Leser dieser wahren Geschichten spannend bleibt; und das wird es, nicht nur wegen der Vorkommnisse, sondern auch durch die lebendige Erzählweise des Autors.

Am Ende steht noch eine kurze historische Übersicht und ein Interview mit einem brasilianischen Fußballer über die Bedeutung des Wallfahrtsort und der Schutzheiligen für die Brasilianer.

Die Heilige Maria von Aparecida – auf Portugiesich: Nossa Senhora Aparecida - wurde die Schutzpatronin Brasiliens. Durch diesen kleinen Band wird sie (noch rechtzeitig) für die 300-Jahr-Feier hierzulande bekannter werden.
Solche kurzen Bücher mit historischen Ereignissen oder über Heilige mag ich sehr. Als Kind habe ich sie verschlungen, damals gab es sie in verschiedenen Ausgaben, speziell für Jüngere, aber auch für Jugendliche. Heutzutage sind diese Bücher für Erwachsene meist viel schwieriger zu lesen, teils durch einen zu hohen Anspruch der Autoren (dem sie in der Regel gerecht werden), teils durch fehlende Sachlichkeit (meiner Meinung nach). Die Bilder sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Da ist etwas verloren gegangen.
Dank an Paul Baldauf, der mit Aparecida, Juan von Guadalupe und anderen Heiligengeschichten die Vorteile der ehemaligen Hefte ohne ihre Nachteile beibehält.
 
Der Autor Paul Baldauf ist Schriftsteller und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Speyer und veröffentlicht auf Deutsch, Italienisch, Spanisch und Englisch. Im Blog wurden von ihm schon vorgestellt: die beiden Kirchenkrimis mit Kommissar Wagner Kleriker im freien Fall und Wie ein Dieb in der Nacht, die Wiener Novelle Reise in die Nacht, der literarische Reiseführer über das weltliche und christliche Malta und Juanito, der Bote von Guadalupe. Außerdem schrieb er Erzählungen über das Leben der heiligen Agatha von Catania und der heiligen Philomena, ebenfalls für Jüngere geeignet. 2016 kamen mehrere Erzählungen, die in Malta spielen, und weitere Geschichten als E-Books heraus.
Seine Homepage mit mehr Infos: www.autor-paul-baldauf.de


48 Seiten, 1. Auflage 2016, Mediatrix Verlag, mehrere (überwiegend schwarzweiße) Zeichnungen von Manon Massari, angenehm große Schrift, für Leser ab 12 Jahren.

Sonntag, 28. August 2016

Der Kreuzweg

von Karin Waldl

Untertitel: Jesus besiegt den Tod – Ewiges Leben in Gottes strahlendem Herzen

Der Kreuzweg mit einer fünfzehnten Station: Jesu Auferstehung. Geeignet für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die fünfzehn Bilder der Stationen wurden von der Autorin gemalt, das Coverbild gibt einen guten Eindruck von ihnen. Sie sind schlicht, ohne Gesichter, aber die Gesten und Körperhaltungen lassen die Inhalte deutlich werden. Besonders bei der Station mit Simon von Cyrene und nach dem Tod mit Maria.
 
Die Bilder sind auf jeder Doppelseite rechts, die wenige Zeilen langen Texte stehen links. Sie beinhalten den Namen der Station, kurz was geschieht, dazu ein oder zwei Gedanken, mindestens einer von ihnen gibt einen Ausblick auf das kommende Licht. Die letzte Station mit der Auferstehung fasst auf einer Seite das Kar- und Ostergeschehen in seiner Bedeutung zusammen.

 
Eine sehr gelungene Beschreibung des Kreuzwegs, die nichts von Leid und Licht wegnimmt oder schmälert. Geeignet für die Arbeit in der Gemeinde und im Religionsunterricht, aber ebenfalls zum selbstständigen Lesen oder in der Familie.

 
Die Autorin Karin Wald wurde 1982 in Wels (Oberösterreich) geboren. Sie ist verheiratet mit drei Kindern und daher zur Zeit Familienfrau. Wenn die Kinder groß sind, möchte sie wieder in ihrem Beruf als Lehrerin für Mathematik, Religion und Geometrisches Zeichnen arbeiten.
Durch ihre religionspädagogische Arbeit im Beruf und die heutigen Aktivitäten in der Gemeinde entstanden die Ideen zu ihren Kinder- und Jugendbüchern sowie Romanen. (Zitat von Seite 24)
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.
 
36 Seiten, DinA5, 2016, Papierfresserchen MTM-Verlag GbR, Lindau, 15 farbige Bilder zu Kreuzweg und Auferstehung, gemalt von Karin Waldl, das Heft ist aus strapazierfähigem, abwaschbarem Material, angenehm große Schrift

Dienstag, 23. August 2016

Schwester Elisabeth und ihr Mörder

und weitere Essays

von Pfarrer Franz Zeiger
 
Keine Krimis, auch wenn der Titel es vermuten lässt. Vierundachtzig ein- bis zweiseitige Texte über das Leben, die Menschen, den christlichen Glauben und Gott. Zum Teil am Kirchenjahr orientiert, da gibt es die Adventszeit, Gedanken zu Weihnachten, Fastenzeit und Ostern, außerdem Einblicke ins Leben eines Priesters: Besuche bei Alten, im Krankenhaus, Begegnungen mit Schülern, Totengräbern und Ordensfrauen. Daneben der Alltag mit Computerproblemen, Autogeschichten, Urlaub und immer wieder überraschende, positive Erlebnisse.

Viele beeindruckende Menschen, beschrieben mit großem erzählerischen Talent in markanten Bildern, die den Lesern in Erinnerung bleiben, in Texten, die man trotzdem, oder gerade deswegen, immer wieder lesen möchte. Meine Lieblingsgeschichten - besser: zwei von ihnen - sind die "Begräbniskatze" über den evangelischen Pfarrer Roland und "In aller Not und Traurigkeit" über die Eltern des Autors.

Die in diesem Buch erstmals zusammengefassten Essays von Pfarrer Franz Zeiger sind im Laufe der mehrerer Jahre teils als Kolumnen in Print- und Onlinemedien sowie als Beiträge des Virtuellen Advent- und Fastenkalenders der Pfarre Linz – St.Peter erschienen. (Zitat von der Buchrückseite)
 
Vorwort von Klaus Luger, Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz.
 
Der Reinerlös dieses Buches kommt ausschließlich Menschen zugute, die vor Krieg und Terror aus ihrer Heimat fliehen mussten und bei uns Schutz und Geborgenheit suchen. (Zitat von Seite 3)

Von Pfarrer Franz Zeiger wurde in diesem Blog schon das Kinderbuch Auf vier Pfoten durchs Kirchenjahr - 'Das Katechismus-Abenteuer mit Pfarrkatze Louise'  vorgestellt.
 
202 Seiten, 1. Auflage 2016, Verlag dip3 Bildungsservice GmbH, Linz, neun schwarzweiße Abbildungen

Donnerstag, 18. August 2016

Leopolds himmlisches Glück

von Karin Waldl

Kinder – Erzähltes


Leopold ist unverschämt reich. Von allen Seiten wird er bewundert. Viele wollen etwas abhaben von seinem unzählbaren Vermögen.

So beschließt der Journalist Roman, einen Artikel über das Glück zu schreiben. Dazu interviewt er Leopold. Doch Roman dämmert bald, dass das mit dem Glück nicht so einfach ist, denn Leopold kann sich in keiner Lebenslage festlegen.
Doch zu guter Letzt wird klar, was Glück bedeutet. Hat diese Glück mit dem Kind in der Krippe zu tun? (Zitat von der Buchrückseite)


Leopolds himmlisches Glück ist eine (Weihnachts-)Erzählung für Kinder. Materieller Reichtum und die wichtigen Werte für ein gelungenes Leben werden gegenüber gestellt, in eine verständliche Geschichte gebracht (mit Happy End) und auf gutem sprachlichen Niveau.

Dazu hat die Autorin zehn bunte Bilder gemalt, die ähnlich wie Wimmelbilder jede Menge zum Entdecken, Erkennen und Sprechen bieten, aber nicht überfrachtet sind. Außerdem enthalten sie witzige Kleinigkeiten, dazu muss man aber manchmal ganz genau hinsehen. Das Titelbild ist das komplexeste, da sollten die erwachsenen Vorleser oder Mit-Leser die verschiedenen Symbole erklären. Alle anderen Abbildungen sind für Jüngere sehr viel leichter zu interpretieren.
 
Leopolds himmlisches Glück ist ein wunderschönes, kindgerechtes Büchlein, mit dem man Kindern Weihnachten erklären kann, welche Auswirkungen die Geburt Jesu auf unser Leben hat, und wie man glücklich und zufrieden wird. Es ist ein Vergnügen es zu lesen und zu betrachten, für Kleine und auch Große.

Die Autorin Karin Wald wurde 1982 in Wels (Oberösterreich) geboren. Sie ist verheiratet mit drei Kindern und daher zur Zeit Familienfrau. Wenn die Kinder groß sind, möchte sie wieder in ihrem Beruf als Lehrerin für Mathematik, Religion und Geometrisches Zeichnen arbeiten.
Durch ihre religionspädagogische Arbeit im Beruf und die heutigen Aktivitäten in der Gemeinde entstanden die Ideen zu ihren Kinder- und Jugendbüchern sowie Romanen. (Zitat von Seite 24)
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

28 Seiten, 2016, Papierfresserchens MTM-Verlag GbR, zehn farbige Illustrationen von Karin Waldl, für Leser ab 5 Jahren, das Büchlein ist aus strapazierfähigem, abwaschbarem Material.

Dienstag, 9. August 2016

Docat


Die App vom Docat (Kann davon kein Foto machen, da mein Smartphone mit der App gleichzeitig die Kamera ist und ich kann keine Screenshots. - Oder nochmals probieren. - Jedenfalls steht dort für Jugendliche und andere Leute, alles über die Soziallehre, und was man so als Christ tun kann bzw. sollte. Mit vielen Quizzen. Während des Weltjugendtages war die App noch kostenlos, jetzt nicht mehr.

Dienstag, 2. August 2016

Leben in der Liebe

Ein „Ossi“ erzählt uns seinen Weg zur Taufe

von Ingo Pilz


Von Kindesbeinen an wurde ich auf DDR-Linie getrimmt. Gott? Das war die Partei. Nach der „Wende“ nach Mainz umgesiedelt, bestaute ich die vielen Kirchen, hatte aber eine sehr starke Abneigung gegen alles, was Religion bedeutete.
Ich verdiente gut. Da nun der alles ordnende Gott „Partei“ fehlte, fand ich schnell hin zu neuen Göttern, zu denen des Kapitalismus: Geld-Spielsucht-Alkohol.
Doch diese Götter ruinierten mich. Ich sank finanziell und gesellschaftlich sehr stark ab, bis hin zur Obdachlosigkeit.
[..]
Gott hatte mir ein zweites Leben geschenkt.
(Zitat von der Rückseite)

Ingo Pilz beschreibt wie er im Westen den Glauben und die katholische Kirche kennen lernte bis zu seiner Taufe als Dreißigjähriger.

Neben dem Bericht über die Bekehrung stehen Überlegungen zum Vaterunser, der Rosenkranz mit seinen vier Gesätzen wird vorgestellt (wie man ihn betet, welche Bedeutung er hat, die einzelnen Geheimnisse des Lebens Jesu) und es gibt Grundsätzliches zur Heiligen Maria und zur Heiligenverehrung. Die Auslegungen werden mit längeren Zitaten aus der Bibel, von Heiligen und christlichen Schriftstellern, aus dem Katechismus und dem Gotteslob belegt.

Die Schilderung der Konversion ist leider kurz ausgefallen, da hätte man mehr ins Einzelne gehen können, allerdings gibt es später im Buch noch Ergänzungen. Insgesamt gelingt es Ingo Pilz, was er sich vorgenommen hat, nämlich Menschen mit einem ähnlichen atheistischen Hintergrund auf den Weg zum Leben in der Liebe zu verhelfen (Zitat Seite 11). Das gelingt ihm durch leicht verständlichen Worte, mit denen der die Kernaussagen des Glaubens erklärt.

132 Seiten, 2013, Benedetto Verlag, mehrere (überwiegend) Schwarzweiß-Abbildungen

Dienstag, 26. Juli 2016

Weltjugendtag in Krakau und Docat

Veranstaltungen - Internet - Glaubenswissen




Die katholische Jugend trifft sich seit dieser Woche in Polen und Papst Franziskus ist ebenfalls dabei. Beim Googeln oder unter #WJT2016 wird man auf Deutsch fündig. Außerdem berichten christliche Medien wie Radio Horeb und viele mehr. Die offizielle deutschsprachige Seite ist www.wjt.de

Ergänzend zum Jugendkatechismus Youcat gibt es jetzt die katholische Soziallehre Docat in Youcat-Format. Im Blog catholicism-wow.de steht eine genaue Anleitung, wie man sich das Buch kostenlos aufs Handy holen kann. Nach dem Weltjugendtag kostet die App ca. 5 Euro.
Vorhin habe ich die App aufs Handy geholt (50 MB) und werde demnächst berichten.

Sonntag, 24. Juli 2016

Tod auf dem Jakobsweg

von Petra Oelker

Kirchenkrimi


Kurz vor Roncesvalles stürzt ein junger Pilger einen Abhang runter, er kann gerettet werden und wenige Tage später geben die Ärzte Entwarnung. (Ja, das war jetzt ein Spoiler, musste aber sein.) Seine Reisegruppe mit 14 Personen geht den Jakobsweg in einer Mischform aus Wandern, Busfahren und Übernachtungen in Pensionen; sie laufen in Burguete los und das Unglück ereignet sich am zweiten Tag. Was in den folgenden anderthalb Wochen bis zur Ankunft in Santiago de Compostela geschieht, erzählt die Journalistin Leo (eigentlich Eleonora).

Viel Spirituelles gibt es nicht in der Geschichte. Der Krimi Tod auf dem Jakobsweg ist jedoch ein kenntnisreicher Reiseführer des Caminos, der mit Religiösem, Gläubigen und Geistlichen respektvoll umgeht. Es gibt durchweg Spannung, mehrere Handlungsstränge und Motive; irgendwann ist fast jeder verdächtig, man rätselt mit, dazu bleibt die Geschichte beinahe gewaltfrei. Wer klassische, gutgeschriebene Whodunnits mag und auf Actionreiches verzichten kann, der wird bestens bedient. Man kann Tod auf dem Jakobsweg wirklich empfehlen.
 
Mehr als 300 Seiten sind für mich ziemlich viel - bei allen Erzählungen - davon abgesehen ist das Buch gute Unterhaltungslektüre. Wenn man neben dem Lesen im Internet nachschauen kann, wo die Figuren gerade sind und sich die beschriebenen Kirchen, Gebäude und Landschaften betrachtet, ist es fast als wäre man selbst unterwegs, quasi auf dem „Gartenstuhl-Camino“.

In der Danksagung erwähnt die Autorin Petra Oelker die stets gutgelaunte absolut gesetzestreue Reisegesellschaft, mit der sie den spanischen Jakobsweg in der Luxusvariante gewandert ist. Ihre Camino-Kompetenz hat sie bewiesen.

Im Anhang stehen sechs Seiten Geschichte und Legenden mit wesentlichen Informationen über die Jakobswege.

Petra Oelker, geboren 1947, arbeitete als freie Journalistin und Autorin, bevor sie mit dem Schreiben von Kriminalromanen begann. (Zitat von Seite 2, stark gekürzt)

382 Seiten, 2007, etwas größere Schrift, Doppelseite mit einer Landkarte des Jakobswegs bzw. der Jakobwege in Südfrankreich und Spanien, Rowohlt Verlag Gmbh

Im Internet gibt es die beiden großen Portale zum Camino-Pilgern http://www.jakobsweg.de/  und http://www.jakobus-info.de/ 

Donnerstag, 21. Juli 2016

Grundkurs Liturgie I (Hören)




Grundkurs Liturgie I (Grundsätzliches und aktuell zu Kardinal Sarahs Vorschlag, d.h. Zelebrationsrichtung, außerdem Kirchenmusik und v.m.)
von Pater Prof. Dr. Michael Schneider SJ, St. Georgen.


Zitat von Bischof Reinhard Lettmann: „Die Kirche befriedigt nicht Erwartungen, sie feiert Geheimnisse.“
(Notiert vom Vortag, im Text steht nicht Bischof Lettmann sondern nur, dass dieser Satz eine Kapitelüberschrift aus dem Buch von Kardinal Marini und Umberto Eco ist.)
 
Radio Horeb, Reihe 'Spiritualität' vom 21. Juli 2016 oder unter Radiotexte (vom 21. Juli 2016) auf der Webseite der Theologisches Hochschule St. Georgen. Der zweite Teil folgt am 24. August.

Samstag, 16. Juli 2016

Juanito, der Bote von Guadelupe

von Paul Baldauf

Erzähltes – Heilige


Bei den Spanischsprechenden und Brasilianern sind die faszinierenden Ereignisse von Guadalupe in Mexiko jedem bekannt und das wunderbare Bildnis von Maria und der Heilige Juan Diego werden sehr verehrt. Hierzulande wissen nur wenige, was sich dort zugetragen hat und weshalb Guadalupe ein so großer und wichtiger Wallfahrsort ist.
In leicht verständlicher Erzählform, so dass auch Jüngere es lesen können, wird in Juanito, der Bote von Guadalupe die Geschichte aus dem Jahr 1531 berichtet:
Der Indio Juan Diego begegnet Maria und erhält einen Auftrag. Sein Bischof kann ihm das nicht glauben und möchte Beweise.
Mehr soll hier nicht über die Ereignisse stehen. Wer sie kennt, braucht nicht mehr Informationen und die anderen werden hoffentlich neugierig zu erfahren, was damals in Mexiko geschehen ist.

Früher gab es in unserer Kirchengemeinde kleine DinA6-Heftchen für Kinder, ungefähr 48 Seiten über jeweils einen Heiligen; total zerfleddert, eingerissen, teils bemalt und ziemlich befleckt von den kleinen Leseratten. Trotzdem habe ich diese Hefte gern gelesen und damit gelernt, wie viele Wege und Lebensweisen es in der Nachfolge gibt. Das Büchlein über Juanito steht in dieser Tradition, allerdings im DinA5-Format und durch seinen Stil für Erwachsene ebenso geeignet wie für Jugendliche. Dazu sind fünf ausgesprochen schöne Zeichnungen von Manon Massari abgebildet.

Im Anhang gibt es noch zwei Gespräche mit Mexikanern über die Bedeutung Guadelupes heute für die Menschen, ein Gebet von Papst Johannes Paul II. anlässlich seiner Mexiko-Reise, ein Gedicht und mehrere Fotos des Gnadenbildes.

Der Autor Paul Baldauf ist Schriftsteller und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Speyer und veröffentlicht auf Deutsch, Italienisch, Spanisch und Englisch. Im Blog wurden von ihm schon vorgestellt: die beiden Kirchenkrimis mit Kommissar Wagner Kleriker im freien Fall und Wie ein Dieb in der Nacht, die Wiener Novelle Reise in die Nacht, und der literarische Reiseführer über das weltliche und christliche Malta.
Außer über den Heiligen Juan Diego schrieb er etwas ausführlichere Erzählungen über das Leben der heiligen Agatha von Catania und der heiligen Philomena, ebenfalls für Jüngere geeignet.
Juanito, der Bote von Guadelupe wurde mir vom Autor zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

48 Seiten, 1. Auflage 2016, fünf Zeichnungen von Manon Massari, einige Fotos von Kirchen mit dem Gnadenbild (Mexiko und Speyer), für Leser ab 12 Jahren, große Schrift, Mediatrix-Verlag